Macht Inkontinenz einsam?

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
Hier könnt ihr über eure Ängste, Sorgen und Nöte reden.

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Beitrag #11 von frosch » 09 Mär 2004 13:34


Die Erfahrung habe ich auch gemacht, Mone.
Der Partner muss vollständig eingebunden werden. Nur so kann ihm auch die eigene Unsicherheit genommen werden. Ekel und Scham sind ohnehin falsch am Platz. Ich habe meinen Partner doch auch lieb, wenn er Schnupfen hat. Auch wenn ich ein Rotznäschen nicht gerade attraktiv finde. Hoffentlich wird das Thema Inkontinenz mal vollständig gesellschaftsfähig. Niemand sollte sich deshalb als weniger liebenswert betrachten. Ich glaube wir Betroffenen müssen viel häufiger über unser Problem aufklären. Meine Gesprächspartner haben sich noch nie abgewendet bei dem Thema Bettnässen. Ganz im Gegenteil, sie konnten aus eigener oder fremder Erfahrung berichten.

Alles Liebe, René
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Hilfe

Beitrag #12 von Stutzer » 10 Mär 2004 17:17


Hallo Mone

Ich danke dir für diese Worte, so habe ich das noch nicht gesehen.

Sicherlich ist es ein ganz dummes Gefühl nur da zu sein und nicht wirklich mitten drin. Dazu kann ich als Betroffener nur sagen, es ist unheimlich schwer auf einmal eine solche körperliche Schwäche einzugestehen. Da ist auf der einen Seite der eigene Geist der sich dagegen sträubt und auf der anderen Seite die Scharm die einem oftmals suggeriert das es besser wäre nichts davon öffentlich zu machen.

Ich danke dir trotzdem, und weis von meiner Partnerin das sie mir seh geholfen hat.
In diesem Sinne, Mut zur Lücke, redet mit euren Partnern.

Für das Gespräch alles Gute und Toi, Toi, Toi.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Hart aber leider Wahr

Beitrag #13 von Stefan_CH » 26 Apr 2004 22:52


Diese Story ist Wahr

ich selber bin ja seit geburt inko, und muss tag und nacht windeln anhaben. in den firmen wo ich arbeite erwähne ich meine inko nicht, wiso auch interessiert ja keiner was für unterhosen man trägt oder eben was eigendlich man unter den jeans trägt. :-)

Nun es war so ich habe leider erleben müssen was da unten steht:

in einer firma wo ich gearbeitet habe musste ja wie jeder mal sicher auf die toilette weshalb auch immer, nun ich natürlich auch, habe aber vergessen ab zu schliessen und zog natürlich die windel auch ab und legete sie auf den spühlkasten, oh schreck wie es kommen musste hatte ein anderer arbeiter auch das dringende bedürfnis sein geschäft zu verrichten und riss die türe auf und sah mich und meine windel.
einen monat später kam die kündigung da mein vorgesetzter nun wisse wie krank ich bin. mein bruder arbeitete ebenfalls in der gleichen firma und durch ihn musste ich erfahren weshalb mir gekündiht wurde, mein vorgesetzter glaubte ich sein ein windelfetischist und knallte mich deshalb. leider konnte ich ihn von meiner wirklichen krankheit nicht überzeugen und auch die geschäftsleitung die mich ins büro zitirte nicht.
es gab dann noch ein langes hin und her, ich verlies dan die firma vorzeitig, kam aber dann mit anwalt und doktoren zurück natürlich unangemeldet und direkt zur geschäftsleitung, diese wurde auf etwas unschöner art aufgeklärt, (war ziehmlich laut im büro, anwälte halt).
Die geschäftsleitung hatte das nachsehen und der vorgesetzte wie auch der mitarbeiter der dies gerücht verbreitete verliesen dann mit mir die firma und so mussten 3 einen job suchen einer (ich) unschuldig die abderen zwei wahren selberschuld.

fazit:

wehrt euch wo nur es auch geht es lohnt sich immer auch wenn es kraft schmerzen und zeit kostet.
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JAIN

Beitrag #14 von Regenmacher » 09 Mai 2004 18:34


Gute Frage und ohne die anderen Antworten zu lesen hier mein Statement.

Aus eigener Erfahrung und die ist nun mal die stärkste, weiss ich, dass Inkontinenz einsam macht und auch nicht. Am Anfang war ich single und habe mich gesellschaftlich zurückgezogen. Aber je mehr ich das in meinem Leben hingenommen habe, um so mehr wurde die Inkontinenz unwichtig, vor allem, als ich meine Frau kennenlernte.

Ich habe bemerkt, dass NUR die eigene Einstellung zählt. Ich habe noch NIE negative Erfahrungen gemacht, wenn ich mit Menschen über meine Inkontinenz gesprochen habe. Und daher meine ich, es kommt nur auch mich selbst an, wie ich die Einschränkung sehe und wie sehr ich es der Inkontinenz erlaube, auf mein Leben Einfluss zu nehmen.

Erst wenn ich genügend Abstand dazu habe und gelernt habe, Inkontinenz zu akzeptierne und gerne damit zu leben (wenn ich die Wahl zwischen einem schönen Urlaub und Kontinenz hätte, ich würde den Urlaub nehmen), dann ist alles andere nicht mehr so wichtig. Wenn ich die Inkontinenz immer als Schicksal oder als schlimmes Übel ansehe, dann habe ich natürlich ein Problem. Es ist nur eine Frage der Einstellung.

Gruß Marco
----
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Beitrag #15 von bernhard » 07 Aug 2004 22:05


Hallo!
Mich macht meine inko auf jeden fall sehr einsam, obwohl dies wahrscheinlich an mir selbst liegt.
Ich vergrieche mich immer in mein schneckenhaus wenn eine frau versucht mit mir in kontakt zu treten. Irgendwann einmal mußt du dann mit der wahrheit herausrücken. Und bis dato hatte ich eigentlich nur schlechte erfahrungen, wobei ich vor meiner einschränkung in betreff auf kontakt zu mädchen nie zu klagen hatte.
Aber nichts für ungut, muß ja nicht immer so sein wie ich gerade beschrieben habe.
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inko mahct einsam??

Beitrag #16 von klaro (+16.05.2008) » 29 Aug 2004 19:58


ja und nein``

wenn ich seelsich gut drauf bin, sit s für mich kein Problem und es macht nicht einsam. Dann bin ich stark genug, um darüberzustehen. aBer jetzt eben, in einem mega chaoatischen Tief, da macht es mega einsam udn sit serh shclimm für uns. Ich denke, das erlebt wohl jeder bisschen anders. Aber auch die inner Einstellung, lässt sich nicht immer positiv stimulieren, obwohl ich im Grunde sehr sehr positiv denkend bin. aber es gibt da Momente, da geht es einfach nicht.
Tja. Und im Moment ist es sehr mühsam mit mir. aber ich weiss, das Hoch kommt anch dem Tief, IMMER WEIDER. Und das amcht mir irgendwo immer fest Mut.

:fleissig: klaro,
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Beitrag #17 von Melanie18 » 23 Nov 2004 11:29


Hallo Lutz!

Ich kann eigentlich nur das gegenteil sagen. Ich bin seit meiner Geburt Stuhlinko....und im Kindesalter war es schon ab und zu schwierig...aber ich war nie einsam...ich hatte immer viele Freunde und habe es bis heute.
Ich hatte auch eine 4 Jährige Beziehung und wie Du siehst, bin ich erst 18 Jahre.
Wenn Du Freunde hast, akzeptieren sie es. Und auch wenn ich 18 bin, sage ich, Du bist ein attraktiver Mann und ich kann mir nicht vorstellen, dass nur diese Inko der Grund für Deine Einsamkeit ist.
Ich bin trotz meiner Inko ein sehr Lebensfroher und glücklicher Mensch und mir ist es noch nicht einmal passiert, dass z.B. ein Mann abweisend auf meine Krankheit reagierte...

Ich denke auch, dass viele die mit der Inko zu tun haben, sich etwas verstecken, weil sie sich schämen, aber das ist genau das falsche was man tun kann!!!!

Du bist ein Mensch wie jeder andere...sei offen, fröhlich und geh auf anderen Menschen zu und rede auch mit ihnen offen über dieses Thema...dann klappt es schon.

Lg. Melly
The live must go on!
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Beitrag #18 von eckhard11 » 23 Nov 2004 12:32


Ich habe mich mit diesem Thema bisher noch nicht intensiv befasst, aber ich meine, man muß hier etwas differenzieren :

Mir ist beim Lesen vieler Postings im gesamten Forum aufgefallen, daß doch ein erheblicher Teil der Betroffenen nicht nur körperlich, sondern - meist im Vorfeld - von Jugend an auch seelisch und psychisch belastet sind.

Für diese Betroffenen ist es ungleich schwieriger, ihrer Einsamkeit zu entfliehen als für jemanden, der von Geburt an körperlich behindert ist oder jemanden, der durch einen Unfall oder durch eine Operation inkontinent wurde.

Der von Geburt an körperlich Behinderte kennt sich gar nicht anders und wenn er in einer verständnisvollen Umgebung aufgewachsen ist, hat er sicherlich keinerlei Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen.
Der durch Unfall oder OP Behinderte hat diese zwischenmenschlichen Beziehungen vorher aufgebaut
und muß diese nur noch pflegen, im manchen Fällen abwägen.

Die zusätzlich seelisch und/oder psychisch Belasteten, die dann auch noch eine Inko - gleich welcher Art - erleiden, sind mit diesen positiven Voraussetzungen nicht gesegnet und müssen mühsam, manchmal über Jahre, darum kämpfen, sich selbst zu überwinden, um eine derartige Beziehung überhaupt aufbauen zu können.
Diese Selbstüberwindung kostet eine Kraft, welche wir “Normalbehinderten” wohl gar nicht ermessen können.

Ich habe davor allergrößte Hochachtung.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
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Selbstverständlich, tut sie das!

Beitrag #19 von Kleeblattl » 29 Jan 2005 14:54


Okay, vielleicht gehöre ich zu den wenigen hier, die ihre Inkonti niemals gelernt haben zu akzeptieren und sie "lieb" zu gewinnen.

Wie auch, wenn sie dich in jeder Lebensphase einsam macht?

Als Kind hieß es: Beim Ferienlager kannst du nicht mitfahren, es darf keiner wissen. Schule, Eltern, Lehrer ... Das verstehst du doch sicher, oder?

Als Teenie hieß es: Feiern ja, aber bevor es "zur Sache gehen könnte" musst du gehen! Es soll keiner merken. Kuscheln was ist das ....? ... Aber wer braucht das schon :oops:

Als Erwachsener heißt es: Es weiß keiner, jeder hat seine Partner und Familien - Du bist allein. Na und, das ist doch nicht schlimm ... Aber du siehst doch ein ...

Ach ja und im paarungsfähigen Alter *lach* bist du schnell vom Markt, bevor du überhaupt jemals deine Spuren hinterlassen hast. Denn es bringt net wirklich etwas ehrlich zu sein. Denn die Reaktion kenn Frau ja: Mann ist schnell über alle Berge, schneller als er aufgetaucht ist.

Und es stimmt doch: Es ist ein geschlechterspezifisches Phänomen!
-> Frau kann eher mit dem Problem umgehen wenn sie liebt als es Mann kann.
Zumindest wenn die Inkonti vor der Partnerschaft da war ist es so ...

Es wird niemand verstehen, wie du dich fühlst, weil keiner dein Problem kennt und es auch nicht nachvollziehen kann. Also was soll's spiel weiter dein Spiel, das du ein Leben lang bis zur Perfektion ausgereift hast. Wen interessiert's?

Du führst ein Zeit Lebens ein Doppelleben, weil keiner im Job es wissen darf, damit du ihn nicht aufgeben musst. Wo doch das noch das Einzige ist, was dir bleibt wo du ein bisschen "Normalität" vorspielen kannst bzw. musst.

Tja, nun? Wer zweifelt noch an der Einsamkeit? Wo soll man sich auch hinwenden? Was bringt Therapie, wenn man die Ursache nie beheben können wird?

Da gibts nix, außer: Sein Leben von einem Tag auf den nächsten zu leben, wie es eines jeden Pflicht ist ... Nicht mehr und nicht weniger!

Liebe Grüße aus Österreich
Kleeblattl[/center]
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Beitrag #20 von frosch » 29 Jan 2005 15:19


Liebes Kleeblattl!

Deinen Worten entnehme ich ganz viel Resignation und Traurigkeit.
Wenn es so ist wie Du es schilderst - und ich habe keinen Grund daran zu zweifeln - hast Du wirklich schlechte Erfahrungen machen müssen.
Zum Glück wird das Thema Einnässen oder besser Blasenschwäche doch mehr und mehr salonfähig (die Tena-Werbung unterstützt diesen Prozess etwas).
Vielleicht hilft es in Sachen Partnerschaft, nicht zuerst auf die körperliche Nähe zu setzen, sondern Vertrauen und Zuneigung entwickeln zu lassen. Dieser Boden könnte dann besser ein erfolgreiches Gespräch entwickeln.
Nimm den Männern dann auch die Angst. Zeig Ihnen wie Du damit umgehst, binde sie ein. Es läuft doch auch kein Partner davon, weil die Partnerin ihre Regel hat und sich mit Hygieneartikeln behelfen muss.
Ich freue mich, Dich das nächste Mal wieder im Chat zu treffen.

Lieber Gruß, René
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