Angst vor dem Sommer

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
Hier könnt ihr über eure Ängste, Sorgen und Nöte reden.

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Angst vor dem Sommer

Beitrag #1 von klitmöller » 21 Mai 2004 10:12


Hallo
Da dies der erste Sommer ist in dem ich inko slips tragen muß
habe ich schon ein wenig angst
Wie kann man zum see fahren sich in die Sonne legen und zwischendurch
mal ins Wasser springen ?
Ich kann ja nicht jedesmal wenn ich aus dem wasser komme einen
neuen Slip anzeihen !
Wie ist das mit kurzen hosen sieht man da nicht das man einen slip trägt ?
Wie sieht das mit dünnen Sommerhosen aus ?

mfg
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Sommer 2004

Beitrag #2 von Thomas » 21 Mai 2004 18:35


Hallo,

ich kann Dir mur raten bewege dich im Sommer mit kurzen Sachsen ganz normal, wie andere auch und neimenden wird auffallen, das du Inkoslip´s trägst. Und zum Baden gibt es spezelle Inkobadehosen aus dem Sanihaus, damit kannst Du mit Deiner Windel baden gehen. An den Strand oder in die Sonne legst du Dich einfach mit einer Bermuda´shorts dann wird niemand etwas auffallen.

Gruß Thomas.
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Inko & Sommer

Beitrag #3 von Stutzer » 12 Jun 2004 22:05


Hallo lieber User/liebe Userin

Auch ich kenne das Gefühl, das kennt jeder der einmal in deiner Position war.

Wie geht das mit dem Sommer? das ist eine gute Frage. Da ist wohl jeder einzelne angesprochen, ich zu meinem Teil gehe auch gerne Baden und liege auch gerne in der Sonne. Doch dazu muss ich nicht unbedingt einen Kaftan tragen, eine Pants tut es in der Regel schon und eine spezielle Badehose gibt es auch, nur muss man Mut haben das auch zu wollen.

Bei den Pants ist es leicht mal eben eine Boxer-Shorts drüber zu tragen, ein Wechsel ist auch nicht mit großen Aufwand berieben.

Bei der Badehose handelt es sich um eine Maßanfertigung aus Neoporen, oh Gott wird fast jeder denken. Na nur damit kann ich auch in ein öffentliches Bad gehen und brauche keine Angst zu haben das ein Unglück geschieht.

Ich denke mal es gibt mehr Menschen mit Handicaps und denen wird auch nicht dauernd gesagt das sie auffallen, nein man läst sie gewähren. Dazu kommt das nur ein Inko diese Badehose kennt und daraus kein anderer Schlüsse auf das Warum zieht.

Die dritte Gruppe der Inkos geht unbeschwert damit um, sie betreiben ISK und gehen dann ausgeglichen Baden, auch das ist eine Alternative.

Wie Ihr seht gibt es mittel und Wege Dinge zu tun die man gerne tut.

Sollten noch Fragen offen sein dann nur raus damit.

liebe Grüße

Lutz
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Auf die Einstellung kommt es an!

Beitrag #4 von True » 15 Jun 2004 07:26


Tach auch,

also ich möchte euch jetzt mal von meinen Erfahrungen bezüglich schwimmen berichten.

Ich gehe regelmäßig 1 mal die Woche schwimmen und nicht immer in das gleiche Schwimmband. Ich nutze nach dem 1. Fehl-Versuch mit der maßgeschneiderten Neoprenhose inzwischen immer nur die normale Attends und darüber eine vollkommen geschlossene Suprima zum Schlüpfen. Mehr nicht. Trotzdem wird der Slip, dank meines leichten Hohlkreuzes, am Po nass.

Jeder im Schwimmbad kann sehen das das eine Windel ist, aber im Wasser sieht das dann sowieso keiner mehr. Eben nur auf dem kurzen Stück zum Wasser hin.

Ich lege mich auch im Freibad oder am Strand ganz normal nur mit dem Slip an in die Sonne oder gehe so eben auch zum Kiosk im Bad. Und ich wechsle die Windel nach dem Schwimmen sozusagen in aller Öffentlichkeit.

Erst ein einziges mal wurde ich von einer Frau mit einem Kind beschimpft, die aber ganz schnell ruhig war, als ich Ihr meinen BH-Ausweis zeigte.

Alle anderen Mitbürger und Bürgerinnen, auch die kleinen und kleinsten, haben sich zwar manchesmal ein verstecktes lachen nicht verkneifen können sind aber damit ansonsten ganz normal umgegangen.

Ich habe insgesamt die Erfahrung gemacht, dass je unbefangener man selbst damit umgeht, je unbefangener geht auch die Umwelt mit einem um. Ich schäme mich nicht für meine Behinderung, ich habe sie ja nicht gewollt.

Ich bin behindert, sei froh das du es nicht bist. -- Dies ist die richtige Einstellung.

Auch wenn diese Einstellung nicht jerdermannssache ist so möchte ich doch allen hiermit Mut zusprechen.

Denkt doch mal daran, wie Ihr reagiert habt oder hättet, als Ihr gesund wahrt und jemanden am Strand oder im Bad in Eurem Alter mit einer Windel um gesehen hättet. Ihr hättet vielleicht geschmunzelt und gedacht der ist wohl behindert aber Ihr hättet nicht mit dem Finger auf Ihn gezeigt. Versetzt Euch in die Lage der "Normalen" und schaut Euch selbst aus deren Perspektive an.
Mit freundlichem Gruß

True
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Beitrag #5 von Archilleus » 18 Apr 2006 10:27


Hallo True,

jetzt muss ich diesen Beitrag nochmal ausgraben. *michganzstarkdafürentschuldige*

ich kann dir da nur zustimmen. Deine Einstellung gefällt mir. Jedoch könnte ich sie so nie leben. Ich hab zwar auch Freunde die von meinem Problem wissen, dass ich Windeln brauche aber trotzdem könnte ich so offen damit nicht umgehen. Ich schaffe es zum Glück, je nachdem wie viel ich trinke, längere Zeit auch ohne Windeln auszukommen. Drum is Schwimmen für mich eigentlich auch kein Problem. Und wenn dann doch mal was rauskommt vorne, tja, dann kann ich auch nix machen.

Gruß Archilleus
Live in Chains???
Breake out!!!

I never saw a wild thing, sorry for it self!
Ein schönes und gutes ZITAT aus dem Film DIE AKTE JANE
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Hilfsmittel: Windeln

meine Variante...

Beitrag #6 von klaro (+16.05.2008) » 10 Mai 2006 16:46


Hallo Archileus

Alte Beiträge „ausgraben“ ist oft mal gut, so kann man irgenwo ansetzen.

Also als ich zu zeiten wo ich noch öfter ins Hallenbad ging (weil ich Begleitung hatte damals zum hingehen, ging ich eben öfters)
Das Thema inko ist ja immer ein Thema oder Problem. Resp.kein Problem, wenn man seinen Weg des Umgangs damit gefunden hat.

Mir tut schwimmen sehr gut, doch schaff ich nicht mehr wie 2-max 3 runden, Rückenschwimen bloss, wegen Nackenproblematik. Aber die 3 Runden sind ja schnell vorbei.

Also ich hab so wegwerfbare Bettauflagen, die ich dann am liege /Sitzrand ausbreite, und ein Badetuch drüber. Klar geh ich vohrher und zwischendurch auf Klo, dennoch bin ich so immer gut gefahren, hatte kein schlechtes Gewissen, musste nicht Angst haben.. wann was läuft oder so… konnte liegen, Zeitschrift lese, relaxen und am Ende alles zusammenpacken und nach dem Duschen, hatte ich ja ein 2.Handtuch dabei.

Am Strand, da nehm ich’s bissle lockerer… da leg ich mich aufs Strandtuch, nebenher Klo aufsuchen…. Aber im Hallenbad.. bin ich froh für diese Wegwerfunterlagen, man verlässt seinen Platz dann anständig sauber. Das bin ich den andern Badegästen schuldig. Ansonsten wäre es mir nicht wohl.

Mich würds auch interessieren, wie es andere machen. Bei mir läufts ja nicht immer und dauernd, aber meist nicht vorhersehbar, drum bin ich ruhiger, mit nem Schutz. Kann ja nid alle 15 Minuten zum Klo rennen…

Nehm ich an, ich ginge ins Strandbad.. würd ich mich im Umkleideraum umziehen, Badhose anziehen, Tena pants drüber, Shorts drüber.. dann an Strand legen… und vor dem schwimmen gehen, beide Hosen auf einmal abziehen.. da merkt keiner was…..

Brauchen ja nicht alle mitzukriegen, dass ich da ein bissle „nasses“ Problem hab.. (na ja)

klaro :roll:
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Beitrag #7 von mehlbox2001 » 11 Mai 2006 03:26


Hallo zusammen,

das mit den Hallenbädern hab ich irgendwann abgeschafft, ich geh nur noch ins Meer -- am besten an einem etwas leereren Strandabschnitt. Die Inko-Unterwäsche wird samt Bermudashorts aus- und später wieder angezogen, im Meer tut's auch eine normale Badehose, andere pinkeln mehr rein ...

Knappe Shorts mochte ich nie, und Thomas hat Recht, keiner kuckt dumm, wenn man in Bermudas am Strand liegt. Wer mich besser kennt, weiß, dass ich immer in der gleichen Region Urlaub mach und auch abgelegene Strände kenn, wo man sogar im Hochsommer allein ist -- Ortskenntnis und Mietwagen zahlen sich da aus ;-)

Andreas
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