selbsthilfegruppe-wien?

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
Hier könnt ihr über eure Ängste, Sorgen und Nöte reden.

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selbsthilfegruppe-wien?

Beitrag #1 von bernhard » 07 Aug 2004 21:37


Hallo zusammen!

Zuerst einmal ein großes lob für eure hp, ist wirklich sehr gelungen. Ich habe hier schon des öfteren gepostet, meist nur aufgrund praktischer dinge, die das leben mit inko betreffen.

Mittlerweile trage ich seid 4 jahren ständig windeln. In der ersten zeit war es ungewohnt windeln zu tragen, doch ich redete mir ein, daß ich mich daran gewöhnen würde. Da lag ich aber leider falsch.
Ich gehe nur mehr selten abends weg, da ich angst habe wieder schlechte erfahrungen bei einer kontakt aufnahme mit einer frau zu machen. Meine soziale isolierung schreitet voran. Statt das ich mich mit dem windel tragen abgefunden habe wird mein frust und der hass auf meine behinderung immer schlimmer. Ich bin einsam und finde selbst meinen alkoholkonsum bedenklich. Für mich macht momentan das leben keinen sinn. Ich finde es toll wie ihr mit dieser behinderung umgeht.
Daher meine frage: Kennt jemand von euch eine selbsthilfegruppe in wien wo man gedanken, sorgen und ängste austauschen kann????
War wegen meiner psychischen probleme aufgrund der behinderung schon bei einem psychologen, doch hatte ich das gefühl, daß er mich nicht richtig verstand und meinen derzeitigen zustand auf schwere depressionen interpretierte.

schönen abend noch bernhard
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Beitrag #2 von Helmut » 07 Aug 2004 22:01


Hallo Bernhard,

es gibt in Wien eine Selbsthilfegruppe, zumindestens gab es eine. Hier auf unserer Homepage findest du eine Liste der SHG's in Österreich. Die Liste ist schon etwas älter, müßte aber noch soweit aktuell sein.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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hallo helmut! so war es

Beitrag #3 von bernhard » 03 Mär 2005 09:50


Zuerst einmal danke für deine antwort. Der Grund warum ich erst jetzt zurückschreibe, ist der, daß ich ziemlich lange gebraucht habe eine selbsthilfegruppe zu besuchen.

Das war für mich eine sehr große überwindung, da ich noch nicht offen mit meiner inko umgehen kann. Aber ich bin schon etwas stolz auf mich, daß ich mich trotzdem durchgerungen habe eine gruppe zu besuchen.

Ich muß aber auch zugeben, daß ich nur einmal dort war, weil sich leider meine befürchtungen bestätigt haben. Die Gruppenleiterin war wirklich nett und kompetent und ich wurde offen in die gruppe aufgenommen. Auf der anderen seite waren die anderen gruppenteilnehmer meist doch ältere semester (die ja wahrscheinlich die hauptgruppe der betroffenen sind), oder angehörige die ihre verwandten versorgen. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, daß es nicht gerade angenehm für mich war dort als einzig "junger" teilzunehmen, obwohl die anderen gruppenmitgleider wirklich nett waren. Ich habe aber auch gehofft, daß vielleicht auch jüngere menschen teilnehmen, um erfahrungen auszutauschen. Dies war leider nicht der fall. Doch vielleicht ist die scham der jungen leute, die unter diesem problem leiden, doch viel größer als bei älteren, da man heutzutage als junges mitglied unserer gesellschaft, makellos, dynamisch, mobil und blablabla sein muß. Da passt natürlich das bild eines jungen menschen, der eben unter unserem handicap leidet nicht hinein.

Jetzt bin ich am überlegen, ob ich nochmal hingehen soll. Denn ich denke mir, daß ich vielleicht in dieser gruppe den anfang für die jüngeren machen sollte, um den anderen betroffenen doch die angst zu nehmen. Vielleicht trauen sich ja dann mehr.

schönen tag noch bernhard
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Beitrag #4 von Wolfgang_S » 03 Mär 2005 19:28


auch ich war vor vielen jahren in wien bei einer sogenannten kontinenzberatungsstelle... (5, schoenbrunnerstr)
hier waren jedoch einzelgespraeche mit einer diplomkrankenschwester angesagt...
diese hatte durchwegs einen guten informationsstand und auch reichlich medizinisches fachwissen... trotzdem kam ich mir wie eine nummer abgefertigt vor...
auch was im wartezimmer so rumgesessen ist... alle weit ueber 50 und mehr...

wenn mir was unklar ist frag ich meinen urologen der mich ja schon seit ueber 25 jahren kennt, betreut und genau weiss was los ist.... oder ich guck im internet nach....
was ich machen werde wenn der in ein paar jahren in pension geht weiss ich noch nicht so recht... aber ich lass es auf mich zukommen...

zwischendurch als mein uro mal in urlaub war musste ich einen anderen facharzt aufsuchen... der war zwar auch sachverstaendiger aber so dolle fand ich seinen umgang mit "ausweichpatienten" nicht... akute probleme einwandfrei versorgt... aber sonst nur lappidar... sprechen sie das mit ihrem arzt ab wenn er wieder da ist....
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Beitrag #5 von eckhard11 » 03 Mär 2005 21:03


auch was im wartezimmer so rumgesessen ist... alle weit ueber 50 und mehr...


Sag mal, Wolfgang_S,

hast Du sie noch alle an der Klatsche ?????

Es ist nicht Deine Meinung, daß die über 50-jährigen für Dich zu alt sind,
die mich erbost macht, das kannst Du halten wie ein Dachdecker,
nein, es ist der verächtliche Ton, den diese Aussage beinhaltet :
"Was da so rumgesessen hat."
Warum sagst Du nicht sofort, der alte Müll hätte auch zuhause bleiben können ?
Besser noch in der Kiste läge.

Freundchen, Freundchen, gerate bloß nicht mal an den falschen "alten über 50-jährigen"
Der nimmt Dir Deine schöne dunkle Brille schneller ab, als Du sie aufsetzen kann.


Bernhard,

Marco hat seinen Beitrag bei der "Lebensmüden" doch nur ironisch gemeint.
Natürlich würde er keinem Menschen die Hilfsmittel zum Suizid reichen ( glaube ich )

Marco,

Außerdem: Was ist sie schon wert: Inkontinent, krank, schwach. Nur eine Belastung für die Gesellschaft...


mit der Ironie kann man es manchmal etwas übertreiben.
Diese Aussage erreicht ja fast die Dimension von Wolfgang_S Wartezimmer.....


Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #6 von Wolfgang_S » 06 Mär 2005 01:38


eckhard11 hat geschrieben: "Was da so rumgesessen hat."
Warum sagst Du nicht sofort, der alte Müll hätte auch zuhause bleiben können ?
Besser noch in der Kiste läge.


aber hallo...
im zusammenhang mit dem kompletten post geht imho klar hervor was ich damit aussagen wollte...
naemlich dass ich mir damals (mit anfang 20) vorkam als waer ich im falschen film...
nicht mehr und nicht weniger... den rest hast du dir dazuinterpretiert...

also peace.... schoenes wochenende

ps:
ich habe hohen respekt vor aelteren personen und suche auch den kontakt zu diesen...
zum ausgleich meines doch relativ stressigen berufslebens fahr ich in meiner in meiner freizeit in der eigenschaft als sani hauptsaechlich aeltere personen zu behandlungen bzw. wieder nach hause und komm sehr gut mit dem job und den personen klar...
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Beitrag #7 von eckhard11 » 06 Mär 2005 12:19


Hallo Wolfgang,

ok, Schwamm drüber.....

Ich bin manchmal etwas impulsiv.
( Aber die Aussage hat mich schon mächtig geärgert )

Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #8 von Regenmacher » 06 Mär 2005 12:36


Lieber Eckhardt!

Ich hoffe, ich lege mich nie "mit dem falschen über-50-jährigen" an.

Ich hätte nie vermutet, daß mein Beitrag zum Thema Lebensmüde auch andere Treads erreicht. Aber da es nun mal so ist, mag ich mit einigen Tagen Abstand noch einmal dazu Stellung beziehen.

Selbstverständlich würde ich niemandem Medikamente geben, mit denen er sich um die Ecke bringen kann. Dann müsste ich mir ja Schuldvorwürfe machen, daß der nicht mehr ist. Ich respektiere das Leben viel zu sehr, als daß ich so etwas mit meinem Gewissen vereinbaren könnte.

Was den Satz "Inkontinent, schwach und nix mehr wert" angeht, das war eigentlich nur ein Zitat aus dem Beitrag der Betroffenen. Sie hat ja mehr oder weniger geschrieben, daß niemand sie verstehen kann, daß sie keine Hilfe will usw. Mein Sarkasmus ging wohl in die falsche Richtung, aber gemeint war damit etwas anderes. Ob inkontinent oder nicht, es gibt immer einen Platz im Leben - man muß ihn nur suchen.

Was soll ich denn sagen - ich liege im Augenblick über 20 Stunden am Tag im Bett. Die meiste Zeit davon schlafe ich. Also kann ich auch keinen Wert darstellen für die Gesellschaft - trotz aller Intelligenz und allem Wissens. Aber ich lasse mich trotzdem nicht unterkriegen, auch wenn sich mein Leben momentan auf ein Minimum reduziert hat.

Ich finde, jeder muß seinen Weg suchen. Abkürzen gilt nicht.

Gruß Marco
----
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Beitrag #9 von eckhard11 » 06 Mär 2005 12:52


Mahlzeit, Marco,

ich hatte Dich schon richtig verstanden....
( Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann weisst Du, daß auch ich - natürlich nur ganz, ganz selten - eine etwas beißende Ironie verwende )

Aber es passte gerade so schön in meinen Beitrag !

Nichts für ungut.
Ich wünsche Dir, daß Du bald wieder auf die Beine kommst.


Ich leg mich wieder hin .sleep:
( Hört sich in Deinem Fall vielleicht etwas blöd an, aber so bin ich halt )
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mal mich anshcliesse

Beitrag #10 von klaro (+16.05.2008) » 06 Mär 2005 13:40


passt zwar nicht zum Thema, aber zur Disskussion.

Habe ja selber genug ERfahrung auch, mit Suizidversuchen, angemeldeten, und nicht angemeldeten!

Dass ich noch Lebe, ist eh ein Wunder, sondergleichen.

Letzen Sommer, war meine eigenen Tochter, mein Lebensretter, in letzten Minuten...

... vielleicht ist nun veständlicher, dass ich nicht leiden mag udn kann, wenn dies thema, Lebensmüde, mit ironsichen Sprüchen abgefertigt wird.

Dann besser gar nciths schreiben!! Als noch Rat schläge.


Meine Tochter kam am Freitag, zu spät an ihren Arbeitsplatz. Wegen nem Betribsunfall, auf der Bahn....

Heute veranahm ich von ihr, das an unserem Bahnhof, und an dem, wo die Klinik steht, sich gelich 2 Menschen, ds leben genommen haben.

Mir gings gut, bis heut Mittag. Bis zu der Nachricht. Ich bin fast sicher, wenn ich die Namen höre, dass ich mindestens eine Person gekannt habe.....

.... oder sogar näher.

Für mich ist diese Vorstellung, kaum vorstllbar.

Mein Sohn machte sich erst lustig...." dann können die Retteer noch paar Arschlöcher unter den Zügen rausfischen.... "

da traf er mcih auch am selben, wudnen Punkt.... dann sagte er. "ja, ich verstehe dich, Mami, denn, vor paar Jahren noch, wärst vielleicht du es gewesen!!"

das sagte mein fast 15 jähriger Sohn.

da sagte ich ihm.... "eben"!

musste das schnell loswerden, denn die Spannung der Nachricht... der Namen der Suicidopfer, macht mir grad grausam zu schaffen.

Kenne ja sehr viele solche Menschen, näher, aus Klnikaufenthalten!!

Hbe angst, vor Verlusten vor menschen, die ich kannte!!

Muss ja nicht sein, aber ich halt die Spannung eben kaum aus.

bin mit Tränen nun am PC und hoffe, ihr versteht bisschen, warum ich so reagiert habe, im Forum.

Einmal war sich an deiner SHG über Depression.... da hörte man Tipps udn Trikks noch dazu.... ging nur paar Tage, hatte sich eine schon umgebracht, mit einem neu gelhörten Trick!!!

Einen weitern Trick, mekrte ich mir vor, und war mal kurz weider davor... und konnte es dann lassen.

das hier ist inko Froum, schon klar... aber das Thema lebensmüde, aht wohl serh viel ausgelöst, wohl bei vielen!!

möchte es auch vergessen können, was war.

Strcih darunter und neu !

klaro :( grad zimlich traurig ist!!
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