Temoräre Inko?

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
Hier könnt ihr über eure Ängste, Sorgen und Nöte reden.

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Beitrag #21 von eckhard11 » 26 Dez 2004 13:42


Aber, aber, mein lieber Andreas,

so wie Du es ausdrückst, habe ich das in keiner Weise gemeint ( und matti wohl auch nicht )

Ich nehme an, der größte Teil der Besucher dieses Forums sind “Neulinge”, welche - bedingt durch die Tatsache, daß sie plötzlich ins Bett pinkeln - dieses Forum finden und um Rat suchen.
Ich rede hier nicht von denjenigen Betroffenen, deren Inko nicht mehr oder nur durch ein erhöhtes Risiko beseitigt werden kann.

Bei einem Großteil dieser “Neulinge” ist herauszulesen, daß sie bisher nicht einmal einen Facharzt aufgesucht haben, um sich untersuchen zu lassen. Dieser Tenor zieht sich durch alle Beiträge hier im Forum.
Und dies ( ich unterstelle hier einfach einmal ) ganz sicher nicht nur aus Scham, sondern auch aus Angst vor einer unangenehmen Diagnose!
Diesen Leuten kann man zwar zu einer Vorlage oder einer Windel raten, aber nur als Hilfsmittel bis zur nächsten Woche !!!! Dann sollen sie gefälligst einen Facharzt aufsuchen.

Matti´s Aussage ( und mein Kommentar ) hinsichtlich der “Windeln” bezieht sich vor allem auf die Tatsache, daß der Großteil der Benutzer unseres Forums nicht danach fragt, wie er seine verdammte Inko loswerden könnte, sondern wie er es am besten anstellt, zu vermeiden, daß jemand von seiner Inko erfährt.
Diese Kraft sollte er der Bekämpfung der Krankheit widmen und nicht für deren Verheimlichung verbrauchen.

Und äußerliche / mechanische Hilfsmittel sind tausend Mal besser als alle Medikamente und Operationen der Welt mit ihren Wirkungen und Nebenwirkungen ...


Dies ist eine Einstellungssache. Ich persönlich würde mich gern einem Chirurgen anvertrauen, wenn meine Inko dadurch behoben werden könnte....

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #22 von mehlbox2001 » 27 Dez 2004 04:50


Hallo Eckhard,

ich hab's gar nicht grimmig gemeint ;-) Natürlich sollte jeder eine einmal gründlich vom Arzt nachschauen lassen, denn in vielen Fällen gibt es recht eindeutige Diagnosen. Dann sind Hilfsmittel "Erste-Hilfe-Mittel" auf dem Weg zur Gesundung.

Ich war wahrscheinlich nur wegen der "Interesse-Frage" ein bisschen in die Seite gepiekt. Mein Problem ist -- nach medizinscher Abklärung -- im alltäglichen Leben nicht so sehr die gut versorgte "kleine Inkontinenz" tagsüber und die "größere" in der Nacht, denn damit hab ich zu leben gelernt. Viel blöder ist es einfach, wenn man mal jemand, den man sehr lieb hat, auch mal in Unterwäsche begegnet ...

Vielleicht hilft zum Verständnis eine kleine Krücke: Ich hab eine Kollegin, die nicht umsonst die "Perle der Kundenbetreuung" in unserer Firma genannt wird. Mitte zwanzig, aber dummerweise öfter Gast im Saniraum wegen starker Migräne-Anfälle. "Ausgerechnet" im dicksten Weihnachtsgeschäft war sie deswegen eine Woche in der Klinik -- aber das ging nicht anders. Ich selber leiste mir ein paar Mal im Jahr starke Migräne-Anfälle bis hin zu sehr starker Übelkeit (aber deutlich weniger als einmal pro Monat) -- soll ich deswegen aber große Geschütze auffahren?

Ist nix für mich. Ich gehöre zu der scheinbar exotischen Spezies, die noch nie eine einzige Kopfschmerztablette gegessen haben, und krieg's immer mit einem heißen Bad und anschließendem tiefen Schlaf hin ... Interessanterweise (mich selbst beobachtend) passiert sowas immer nur zu Zeiten, wo "der Stress" nachlässt, nämlich am Wochenende. Auch da bleib ich gelassen.

Jaja, unser Vereins-Mitglied J*** hat neulich in Augsburg beim Essen nach der Jahreshauptversammlung schmunzelnd bemerkt, ich würd immer diese "grünen" Beiträge schreiben, und ich wette, er wird wieder schmunzeln, wenn er diesen Beitrag liest. Aber mal im Ernst: Mit Migräne wie mit Inkontinenz kann man eine Patienten-Karriere hinlegen, die sich gewaschen hat -- und obwohl ich als vielleicht übervorsichtiger ehemaliger Versicherungsagent mit zehn Jahren Agenturerfahrung sehr gut versichert bin, möchte ich meinen ausgesprochen interessanten Job mit internationalem Aktionsradius nicht missen ...

Und was die Mediziner und Kurkliniker manchmal so alles "ausfressen", muss ich grade dir nicht sagen, wo du die unfruchtbarste aller Kuren hinter dir hast. Mag ja für Beamte mit "Lebenslänglich" OK sein, aber nicht für aktive Menschen mit Spaß am Beruf. Für mich ist deswegen in der heutigen von Medizinern neurotisierten Zeit auch ab und zu ein Aufruf zur Gelassenheit wichtig. Der hilft sogar Leuten mit akuten und kurz- bis mittelfristig lös- und heilbaren Problemen. Denn wenn man sich selber verrückt macht, wird jede Krankheit noch schlimmer -- egal welche!

Andreas
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Beitrag #23 von eckhard11 » 27 Dez 2004 11:12


Morgen, Andreas,

erst einmal wünsche ich Dir, ein angenehmes Weihnachtsfest verlebt zu haben. 8)

Zum Thema :
Genauso habe ich es gemeint.
Hilfsmittel sind selbstverständlich wichtig, sollen aber sekundär erst einmal den Versuch der Gesundung begleiten.
Wir gehen sicherlich darin konform, daß es der schlechteste Weg ist, festzustellen, sich einzunässen und daraufhin allein zur Windel oder zur Vorlage zu greifen..... ( “Wird schon nicht so schlimm sein” )
Vorrangig ist der Besuch eines Facharztes zur Erstellung einer Diagnose.
Hier kann es dann - als Folge - zur Medikamentierung oder gar zu Eingriffen kommen.
Erst wenn diese Diagnose und ihre Fehlerbehebung abgeschlossen sind, sei es positiv oder negativ, sollte man sich mit dem Gedanken befassen, in Zukunft primär Hilfsmittel zu verwenden oder nicht.
Und bei negativem Verlauf der Gesundung dann seine Kraft dafür benutzen, sich mit seiner Krankheit auseinanderzusetzen und nicht dafür zu verschwenden, wie man es am besten anstellt, seiner Umgebung die Behinderung zu verheimlichen.
Hier kommt die von Dir erwähnte Gelassenheit zum Tragen.
Auch ich nehme kaum Tabletten. Selbst hier als Folge meiner Krankheit habe ich - Gott sei´s getrommt und gepfifft - keiner Medikamentierung zu folgen.
Aber wenn es ratsam und von dem Arzt meines Vertrauens vorgeschlagen wäre, würde ich dies - wenn auch nicht unbesehen - machen.
( Noch heute morgen hatte ich meine Nachuntersuchung. Alles im grünen Bereich !! Meine Nieren wären wie jungfräulich und keinerlei Restharn in meiner neuen Blase. Noch einmal: “Dank an die tolle chirurgische Leistung” !!!!!! )
Mir geht es darum, die Betroffenen anzustoßen, einen Facharzt aufzusuchen, wenn sie sich plötzlich einnässen, denn ein Urinverlust ist nicht “normal” und hat immer eine Ursache, die es zu finden gilt.
Sich einfach einzupampern ist meiner Meinung nach der falsche Weg.
Da wirst Du mir ganz sicher recht geben.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #24 von mehlbox2001 » 28 Dez 2004 02:02


Hallo Eckhard,

erstmal danke für die Weihnachtsgrüße -- die Familie ist noch da .... Und hoffe, bei dir war's auch schön ...

Ich denk mal, wir sind soweit einig, als dass wir Siggi mal einen Facharztbesuch beim Urologen empfehlen sollten -- ich denk mal, die Blase reagiert gereizt nach der Infektion. Da sollte man abklären, ob unterstützende Maßnahmen bei der endgültigen Heilung helfen können.

Mir persönlich sind allerdings Ärzte wie sein Hausarzt, der zunächst zum Abwarten rät, nicht unsymphatisch ... In solchen Fällen hat nämlich der Körper auch seine Selbstheilungskräfte zur Verfügung, die so manche akuten Probleme nach so einer Infektion ins Reine bringen. Da ist manchmal Abwarten und Ruhe bewahren wichtiger, als sich von seinem eigenen Körper und von Ärzten neurotisieren zu lassen. Kennst du vielleicht selber: Die Angst vor der Erkältung ist der beste Weg zur Grippe ...

Wünsche dir, Siggi, baldige Genesung, und dass du die Diskussionen hier als fruchtbar erlebst ...

Andreas
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Beitrag #25 von Siggi » 30 Dez 2004 17:49


Hallo Ihr alle, die Ihr Euch an der Debatte "Temporäre Inkontinenz" beteiligt habt:

Ich danke bestens für die Ratschläge und Hinweise. Ich habe als "Inko-Neuling" eine Menge gelernt. Bei meinem nächsten Arztbesuch Anfang Januar (beim Urologen!) kann ich also mit einer Menge Sachkenntnis aufkreuzen.

Das Forum hier finde ich wahrhaft großartig; Selbsthilfe durch Erfahrung ist unschätzbar wertvoll.

Allen einen guten Rutsch und ein wirklich gesundes Neues Jahr
wünscht Siggi :
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Beitrag #26 von Peter-Hamburg » 25 Feb 2005 06:41


Hallo Siggi,

wie du vielleicht mal gehört hast, ist die Prostatahypertrophie oder das Adenom eine ALtmännerkrankheit die so bereits in unserem Alter anfängt.
Der von dir beschiebene Harnwegsinfekt ist sicherlich die Folge eines solchen Adenom, der
durch den damit verbunden Restharn entsteht. Restharn ist der Harn, der nach dem Wasserlassen in der Blase zurückbleibt.
Bakterien lieben feuchte Wärme und die Blase ist dann ein guter Nährboden für Bakterien die dann immer wieder kommen.
Hat der Urologe nicht noch die Prostata getastet ?? und vo0n einer "Hobelung" der Prostat gesprochen ??
melde dich mal wieder, das Probelm kann gelöst werden.
Gruß
Peter Runck
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Beitrag #27 von eckhard11 » 25 Mär 2005 13:59


Sag mal, Siggi,

was hat denn die Untersuchung ergeben ??

Nach den vielen Beiträgen in diesem Forum wäre ein Aufklärung doch sicherlich
für uns interessant ( wenigstens für mich )

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Eckhard
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