vergessen und verraten und verkauft

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
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vergessen und verraten und verkauft

Beitrag #1 von papa0861 » 03 Mai 2005 23:28


hallo leute,

wem geht es genauso und wie geht ihr damit um?



auf grund längerer krankheit aus dem berufsleben ausgeschieden. seitens der kollegen gibt es keinerlei kontaktversuche. das macht einsam und schmerzt.

lg
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Beitrag #2 von eckhard11 » 06 Mai 2005 23:03


Tja, mein Lieber,

man muß nicht immer nur darauf warten, daß einen die anderen kontaktieren,
sondern man muß auch von selbst auf die anderen zugehen.....

Ich zum Beispiel bin in keiner Weise einsam, trotz der Inkontinenz.

Allerdings bin ich auch recht extrovertiert.

Trotzdem lege ich mich jetzt - allein, aber nicht einsam - wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #3 von papa0861 » 06 Mai 2005 23:14


eckhard11 hat geschrieben:Tja, mein Lieber,

man muß nicht immer nur darauf warten, daß einen die anderen kontaktieren,


hallo ecki,

auch wenn ich dich jetzt beim wohlverdienten schläfchen störe :D . bei uns gibt es ein dinglein, was FÜRSORGEPFLICHT nennt.

bei mir die sache so, daß ich einfach keine kraft habe, auf kollegen zuzugehen. alles was irgendwie mit arbeit zu tun hat, geht mir total am hintern vorbei. ich habe versucht, meine dienststelle aufzusuchen. auf halben weg bin ich umgekehrt. es ging nicht.

wenn es deiner mutter schlecht geht ,wartest du doch auch nicht unbedingt drauf daß sie sich ausheulen kommt. du gehst doch bestimmt auf sie zu. das erwarte ich eigentlich auch von meinem chef, der um mein dilemma weiß.

schlaf schön weiter, ich leg mich noch nicht hin. hab grad 500 kilometerchen autobahn hinter mir um meinen alten herrn für einen zwischenaufenthalt bei muttern abzuparken. in 14 tagen muß ich ihn wieder in die lungenklinik bringen.

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Beitrag #4 von der Blinki » 07 Mai 2005 09:07


Hallo Papa

Ich muß mich Eckhard anschließen.
Ich habe den selben Fehler gemacht.
Bin in Selbstmitleid versunken und habe alle Beziehungen zu meinen Freunden abgebrochen. :x
Grund hierfür war das ein sog. Freund sich über mich fürchterlich lustig gemacht hat in der Kneipe beim Darten :aerger: :aerger: :aerger:

Dieses hat mich sehr getroffen und ich habe einen falschen Schluß daraus gezogen, so das ich meine "richtigen Freunde" auch sehr vernachlässigt und den Kontakt abgebrochen habe.

Lange Zeit hat es bei mir gedauert bis ich wieder "kontaktfreudig" geworden bin.
Eine große Hilfe war und ist bei mir meine Familie und ein paar "wirklich gute Freunde"

Ich habe mich nun auch bei einen Psychotherapeuten zur Behandlung und Krankheitsbewältigung angemeldet.
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Es ist bei mir , wie bei den meisten Foren-Teilnehmer das die Harn und Stuhlinko Begleiterscheinigungen einer anderen Krankheit oder Fehlbildung sind.

Lange Zeit habe ich mich imer wieder selber angelogen, das ich alles alleine schaffe, aber heute weiss ich das es leider nicht ohne Fremde Hilfe geht.


Ich hoffe , Papa ich habe nicht so weit ausgeholt , aber du hast mit der Frage den Nagel auf den Kopf getroffen bei mir.

Einen lieben Gruß aus Bremen
Marco
:winke:
Zwei Dinge im Leben bedenke :
WOHER
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dann hat dein Leben den rechten Sinn
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Beitrag #5 von eckhard11 » 07 Mai 2005 10:59


Hallo papa, hallo blinki,

nun, ich habe sicherlich den Vorteil, daß - aufgrund meiner Statur, meines Bekanntheits-
grades in unserem Städtchen und meines Rufes von “früher” - niemand so schnell über mich spottet.
Und ich habe den tollen Vorteil, Freunde zu haben, welche mich unterstützen und notfalls verteidigen.

Dies hängt natürlich kausal damit zusammen, daß ich mit meiner Behinderung offen umgehe und keinen Hehl daraus mache.
Ihr werdet mittlerweile bemerkt haben, daß ich recht extrovertiert bin und daher mit meiner Umwelt hinsichtlich einer Verständigung eh´ keine Probleme habe. ( Und wenn doch, dann gibt´s was auf die Fresse :oops: )

Dazu kommt natürlich auch mein Wissen darum, daß meine Behinderung durch eine Blasenkrebsoperation körperlicher Natur ist und ich als Alternative eine Holzkiste in einem dunklen und feuchten Loch zu erwarten gehabt hätte.
Verzeiht mir bitte meine mir eigene Arroganz, aber ich finde den Status Quo, so wie er sich mir darstellt, viel viel besser ( für mich )

Andererseits bin ich ziemlich sicher, daß ich auch dann, wenn meine Behinderung auf eine “neurologische Schiene” geschoben würde, ich damit sehr gut klarkommen würde, da ein neurologischer Schaden ein körperliche Schaden ist und keinesfalls ein geistiger oder seelischer.
Es handelt sich doch nur um kaputte Nerven.
Daher verstehe ich manche nicht, die eine neurologische Diagnose mit einem “Nervenleiden” oder gar einem “geistigen” Schaden gleichstellen und sich darob als Menschen zweiter Klasse fühlen !!

Genug der akademischen Betrachtungen.....

Papa, wie geht es Deinem Vater ? Was hat die Untersuchung ergeben ? Ich hoffe, Du bist wieder optimistischer.

In Ulm werde ich Dir mal einiges von meiner überschüssigen Kraft abgeben.
Dann fahren wir in Dein Büro, werfen den Schreibtisch um, rücken die anderen Möbel gerade und pinkeln denen an die Tür.

Es ist doch viel besser, wenn jemand im Haus steht und aus dem Fenster rauspinkelt, als wenn jemand draussen steht und reinpinkelt, nicht wahr ?

Übrigens, papa, am Mittwoch habe ich auch mal eben 1.150 km abgerissen ( einmal Schrobenhausen - Fa. Bauer - und zurück ). Soooo schlimm ist das nu auch wieda nich....

So, jetzt habe ich mein Samstagvormittägliches Wässerchen gemacht ( in wahrsten Sinne des Wortes, hi, hi, ) und kann mich beruhigt ob meiner grandiosen Ausführungen wieder hinlegen .sleep:

Eckhard
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Beitrag #6 von papa0861 » 08 Mai 2005 01:16


eckhard11 hat geschrieben:Papa, wie geht es Deinem Vater ? Was hat die Untersuchung ergeben ? Ich hoffe, Du bist wieder optimistischer.


hallo ecki,

leider nix neues,

der alte herr durfte erstmal die klinik verlassen und darf in 14 ^tagen wieder erscheinen. erst nach der dann erfolgten kernspint, fällt das urteil. also weiterfahren und beobachten.

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Beitrag #7 von papa0861 » 30 Jun 2005 00:06


eckhard11 hat geschrieben:Hallo papa,

Papa, wie geht es Deinem Vater ? Was hat die Untersuchung ergeben ? Ich hoffe, Du bist wieder optimistischer.


hallo ecki,

will das thema nur nochmal kurz anschneiden. das urteil ist gesprochen. lungenkrebs und met. in beiden lungenflügeln. diese mitteilung kann ich grade jetzt besonders gut gebrauchen. war ich langsam auf dem weg nach oben, hat es mich nun wieder auf den abgrund geschleudert.

der weg nach oben war so schon schwer genug. jetzt liege ich grad wieder am boden. denke daran, daß meine einweisungsschein für die klink schon vom februar 2005 ist und mußte gestern in der presse lesen, daß der jugendtrainer von dynamo dresden gerade seinen 6 wöchigen aufenthalt in "meiner" klinik absolviert hat. soweit zum thema der gleichheit. ich bin nur noch frustriert.

seitens meiner arbeitsttelle gibt es seit dezember 2004 nur eine offizielle nachfrage. ob man mir meine prämie zu 25 jährigen dienstjubiläum am 13.08. auszahlen darf, oder ob man man dies verweigern kann, weil eventuell zur zeit ein strafverfahren gegen mich eingeleitet sein könnte. so ein schwachsinn!!! die prämie beträgt 250 euronen abzüglich 50% steuern. :aerger:

wenn man sich das mal so überlegt:

seid einem viertel jahrhundert halte ich den arsch für leute hin die ich am liebsten in die tonne kloppen würde. das offizielle schreiben, was dann im august kommt, schicke ich umgehend mit entsprechenden anmerkungen zurück (vielleicht ne kopie für die morgenpost, weil ich da mehr geld für bekommen würde :D ) zurück. sollen die sich doch damit den hintern putzen und sich dran aufgeilen. die paar kröten könnten sie eigentlich dem svi spenden. au, bin ich gerade in rage. eh ich mich nun noch mehr "aufgeile", haue ich mich lieber ind bett.

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