trostloses leben ...

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
Hier könnt ihr über eure Ängste, Sorgen und Nöte reden.

Moderatoren: Benjamin, MSN, Marco N., Georges

Beitrag #11 von Helmut » 18 Jun 2005 14:25


Hallo Demian,

also jetzt verstehe ich dich wirklich nicht, was willst du eigentlich damit sagen:

demian hat geschrieben:und wie du selbst sagst, ja es gibt eben mehr ältere leute, die mir helfen und beistehen können. aber man lebt nunmal unter gleichaltrigen.


Jürgen hat doch damit völlig Recht, wenn er sagt, daß das Alter weniger eine Rolle spielt, wenn es darum geht, Erfahrungen und Tipps weiter zu geben. Sicher ist es angenehmer, mit gleichaltrigen die das gleiche Problem haben, darüber zu reden, aber an deiner Stelle währe ich für jeden hilfreichen Tipp dankbar.

Warum fangst du nicht mal an und machst was gegen deine Stuhlinkontinenz, Selbstmitleid bringt dich doch auch nicht weiter. Du hast ja schon mal versucht, etwas dagegen zu tun, auch wenn der Erfolg wie bei der Neurostimulation bei dir nicht gerade das Ergebnis brachte, das du dir erhofft hattest.

Es gibt doch eine ganze Reihe von konservativen Behandlungsmethoden, die dir vielleicht helfen könnten. Angefangen beim Toilettentraining in Verbindung mit Abführzäpfchen, dann die Analtampons und schlielßlich noch die Irrigation. Auch Medikamente (Imodium®, Mucofalk®, ....), die auf die Stuhlbeschaffenheit einwirken, können hier hilfreich sein. Alle diese Methoden können durchaus eine Hilfe sein, nur darfst du nicht vorzeitig aufgeben, auch wenn es nicht gleich von Anfang an so funktioniert, wie du dir das erhofft hast. Etwas Ausdauer und Geduld gehören schon dazu, bis diese Methoden ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern.

Von den operativen Methoden kann ich dir nur das Anal-Band nahe legen, da hier die geringsten Komplikationen eintreten können. Die Grazilisplastik ist sehr Aufwendig in der Oprerationsmethode, bringt vergleichsweise nur einen geringen Erfolg und hat ein hohes Komplikationsrisiko. Die Neurostimulation ist auch nicht ganz ohne Risiko und nur die Hälfte der Betroffenen spricht darauf positiv an. Bleibt also nur der künstliche Schließmuskel übrig und mit dem Anal-Band ist es die elegandeste und risikoärmste Methode. Klar ist es nicht so schön, wenn sich der Ballon durch die Haut wölbt, aber das passiert ja nur, wenn du zur Toilette gehst und da sieht es außer dir sowieso niemand. Schlimmer werden wird es durch das Anal-Band nicht, es werden ja keine Nerven durchtrennt.

Aber mal ehrlich, dir ist es anscheinend lieber, mit einer vollen und stinkenden Windel rumzulaufen, als endlich mal etwas dagegen zu unternehmen. :furz:

Gruß Helmut :(
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
Benutzeravatar
Helmut
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 2001
Bilder: 7
Alter: 53
Registriert: 01 Dez 2002 01:59
Wohnort: Augsburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: ledig
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Attends Regular M10 Windelslips, Irrigation mit Irrimatic R

Vorherige

Zurück zu Ängste, Sorgen und Nöte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron