WIE SOLLTE FÜR EUCH DIE PERFEKTE WINDEL SEIN ????

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Beitrag #11 von Mon » 10 Dez 2006 19:19


Guten Abend, Stefan.
Perfekte Windel, wer hätte die nicht gerne?
Besser wärs, würde es ohne gehen. Ganz klarer Fall. Keine Diskussion.
Deshalb versuche ich mal, meine "perfekte Windel" zu beschreiben (eben weil es ohne nicht geht, und ich es mittlerweile total ablehne, wie ein Stück Vieh mittels X Methoden untersucht und geprüft zu werden.):
1. wenn man sitzt, sollte das Saugkissen so sein, dass es nicht überläuft.
2. die Bündchen (Auslaufschutz) sollten so hoch sein, dass man mal getrost etwas zusätzlich mit hinein tun kann (grad beim Sitzen wichtig).
3. Farbe: dezent uni (man muss/will ja nicht unbedingt auffallen).
4. luftdurchlässig ist aktuell der Standard.
5. seitlich das Saugkissen so weit, dass man mal endlich auch in Seitenlage sicher vor dem Auslaufen sein kann.
6. Klettverschluss wie an Tena flex, um variabel beim Verschließen zu sein.
7. Saugleistung? Je mehr, um so besser natürlich (ist wohl verständlich).

Das sind nur Wünsche, Vorstellungen. Dass das nicht geht, ist realistischer.
Zur Zeit verwende ich ABENA abriform. Tags die "super" bis "extra" je nachdem wie lange ich unterwegs bin (geschätzte Zeit bis zur nächsten Wechselmöglichkeit), nachts die "x-plus".
Leider in Seitenlage auch nicht sicher, so dass ich was zusätzlich an der Seite dazu tun muss. Der Wäscheberg ist mir zu enorm. Plastik mag ich nicht. Bunt gleich gar nicht.
Mon.
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Re: WIE SOLLTE FÜR EUCH DIE PERFEKTE WINDEL SEIN ????

Beitrag #12 von Chris00 » 11 Dez 2006 12:04


Hi,

echt interessante Frage. Ich trage seit meinem 9. Lebensjahr wieder Windeln - rund um die Uhr. Damit habe ich etliche Entwicklungen mitgemacht und auch Windeln an einem sich verändernden Körper erlebt. Also dann....

1 Was soll sie im täglichen Leben erfüllen?

Saugstark, weich und flexibel, einfach zu wechseln, sollte auch bei Aktiven Inkos nicht direkt ein Einzelteile zerfallen.


2 Was könnte man an den Klebebänder verändern?

Also, bei den aktuellen TenaSlips finde ich die Klebebänder schon recht cool. Für Leute wie mich wäre es noch praktisch, wenn im Klebebereich auf der Windel ein paar Striche zur Orientierung wäre, damit man links und rechts auch etwas gleich klebt. So als Orientierungshilfe. So kann man sich auch, wenn man mal eine besonders bequeme Kleberstellung gefunden hat, diese einfacher merken.


3 Wie sähe die perfekte Form aus

Man nehme die TenaFlex super, die Folie von Attends Regular drumherum, den Bauchgürtel etwas breiter, so dass es ZWEI KLEBER auf jeder Seite gibt. Und ganz wichtig: Der Schnitt sollte berücksichtigen, dass es auch Inkos gibt, die noch nicht 80 sind und somit sexuell aktiv. Bei den meisten Windeln wird es bei einer Erektion etwas unangenehm eng.


4 Wie und wo sind die undichten Stellen und was könnte man verbessern

Problembereiche sind immer noch die Stellen im unteren Bereich des Pos, also da, wo die Auslaufbündchen gerade hinten zwischen den Oberschenkelen herauskommen. Verbesserung durch mehrfache Bündchen, in denen Suberabsorber eingearbeitet ist!


5 Ist die handhabung gut komme ich klar mit dem anziehen

TenaSlip und TenaFlex sind super. Attends S komme ich VOLL nicht mit klar und bei Molicare fehlt mir eine Orientierung, wo die Kleber hinsollen.


6 Stimmt für euch der Aufdruck auf den Windeln oder könnte man diesen weglassen

Also, Modell, Größe und Sausstärke gehören aufgedruckt.


7 Stimmt für euch die Farbe

Also, ich finde nur weiß langweilig. Man, nicht-inkos kaufen sich doch auch Unterwäsche in verschiedenen Farben. Wäre doch cool, wenn auch ich sagen könnte "Hmm. Heute ist mir nach blau". Nun gut, das mache ich im Moment mit meinen PVC-Hosen so... Aber wenn schon Windel, dann darf der Spass auch nicht zu kurz kommen.


8 oder was hab ich noch vergessen

Aktivere Werbung. Die meisten Apotheken und Sanitätshäuser kennen 3 Marken (wenn überhaupt), haben meist NULL AHNUNG und werden rot, wenn man Fragen stellt. Und mal an Markenproben jenseit von Tena, Attends und Molicare ranzukommen ist schwer. Woher soll ich wissen, was es noch so auf dem Markt gibt, wenn ich die nirgendwo zu sehen bekomme?
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Beitrag #13 von Chris00 » 11 Dez 2006 12:15


Jens Schriever hat geschrieben:Stell doch mal die Frage:
1. Warum trage ich eine Windel, und was habe ich dagegen unternommen?
2. Was gibt es noch für Behandlungsmöglichkeiten?
3. Muss es eine Windel sein oder geht auch ein anderes Hilfsmittel? (Katheter, Kondomurinal, Einlagen usw.)
Stefan an 1. Stelle steht doch die Behandlung der Inkontinenz, damit man die Windel
Nicht mehr braucht, und nicht die Frage zur perfekte Windel.
Hast du dir diese Fragen auch schon einmal gestellt?


Ich hoffe, ich habe mich verlesen. Oder du hast diese Nachricht in einem Anflug von Streitsucht geschrieben.

Zumindest hoffe ich, du bedauerst es!!

Muss man alles immer therapieren bis zum geht-nicht-mehr?? Ja??

Okay, also dann mal meine Antworten, nur damit du mal deinen Horizonz erweitern kannst:

@1: Ich trage eine Windel, weil ich meinen Urin nicht einhalten kann. Ich habe seit Geburt etwas, das den Namen "Blase" nicht verdient hat, weil nur rudimentär vorhanden. Ich habe bis zu meinem 9. Lebensjahr die Hölle auf Erden durchgemacht, weil meine Eltern meinten, "mit Prügel kann man alles korrigieren, und so lange geht der Junge nicht aus dem Haus (ausser Schule), damit er der Familie keine Schade machen kann". Was ich bisher dagegen unternommen habe? NICHTS!!! Ich bin glücklich.

@2: Künstliche Blase, mit Ventil im Hodensack. GEIL! Das brauche ich, wie ein Loch im Kopf. Außerdem besteht bei allen OPs in dem Bereich die Gefahr, dass ich danach Impotent bin. NEIN DANKE!!! Und JEDE OP ist ein Risiko. WARUM soll ich das eingehen?

@3: Oh super: Die ganze Zeit einen Schlauch im Penis. So was habe ich mir schon immer gewünscht! Oder alle 2 Stunden aufs Klo rennen und Einlage wechseln. Juhu!!! Ich habe ja sonst nichts zu tun, als mich mit meiner Inko auseinanderzusetzen. Gerade als Kind denke ich, wäre das sicher was gewesen. </sarkasmus>

An erster Stelle steht das Leben!!!

Ich sehe meinen Lebensinhalt nicht darin, in Summe Jahre in den Wartezimmern von irgendwelchen Quacksalbern zu verbringen! Ich LEBE mein LEBEN, jede Sekunden so intensiv wie es geht, weil ich 9 Jahre davor nicht leben durfte!!!
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Beitrag #14 von papa0861 » 11 Dez 2006 16:46


hallo chris,

ich kann deiner argumentation teilweise gut folgen.

ich habe es auch aufgegeben, ständig nach neuen methoden der absicherung zu suchen und habe auch für mich entschieden, die windel zu nehmen. ist aus meiner sicht praktisch und bestimmt auch mit weniger risiken verbunden.

bei der windel hat man höchstens mal (zumindest ich) mit hautreizungen zu kämpen, dies ist aber bei entsprechendes körperhygiene meist unproblematisch. klar wäre vielleicht ein kondomurinal eine alternative, aber ich hab da bedenken wegen des schlauches und dann springst nachts vielleicht doch mal aus dem bett und vergißt den beutel mitzuschleppen.

ich nehme die abriform und komme recht gut klar. gegen das seitliche auslaufen habe ich auch einen kleinen trick gefunden. ich lege nachts eine einlage zwischen die beine. dazu nehme ich welche von schlecker. 100-er packung zu knapp 6 euro. wie das zusammenwirken so richtig funktioniert, kann ich dir auch nicht sagen. ich habe aber beobachtet, daß die urinmenge besser auf den gesamten saugkörper verteilt wird und ganz selten mal was seitlich danebengeht.

natürlich wäre ich sicher froher, garnichts zu benötigen und muß insoweit auch dem jens recht geben. aber in meinem fall klappt das eben mit den therapien auch nicht so richtig. wobei ich immer noch der meinung bin, daß nicht alles nur psychisch bedingt ist. ich fühl mich im moment eigentlich sauwohl. hab am freitag mein neues auto geholt und und und. kämpfe mit teilweise erbärmlichen rückenschmerzen, bin trotzdem nicht niedergeschlagen,

aber jede nacht trotzdem naß. und teilweise eben auch manchmal am tag.

lg
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Beitrag #15 von mehlbox2001 » 12 Dez 2006 02:52


Hallo Chris,

zur Nummer 7:

Seit Jahren rege ich an, man möge die Diskretion der schwarzen Damenbinden auch auf Inkontinenzprodukte übertragen. Ich empfinde insbesondere Nässeindikatoren für mich als einen Eingriff in meine Intimsphäre ... Soll ich die UNO-Menschenrechtskommission um Hilfe bitten?

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Beitrag #16 von Chris00 » 12 Dez 2006 07:49


Hi,

du möchtest also schwarze Windeln? Ja nun... Nenn mir mal ein Kleidungsstück, unter dem man eine weisse Windel durchscheinen sehen würde... Ansonsten würde sich über schwarze Windeln die Gothic-Szene freuen (ach ne, die freuen sich ja nie über irgendwas ... *ggg*).

Und zu dem Nässeindikator: Ich bin sehr froh, dass es die Dinger gibt - ich merke ja sonst null, wieviel schon in der Windel drin ist. Und die Leute, die überhaupt dazu kommen, einen Blick auf meinen Nässeindikator zu werfen, sind mein Freunde - da ist mir das sehr egal!
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Beitrag #17 von mehlbox2001 » 13 Dez 2006 03:24


Hi Chris,

mag unterschiedlich sein -- aber einen Nässeindikator brauch ich wirklich nicht ... Und die diskreten kleinen schwarzen Teile für die Damen gibt's nun wirklich in jedem Supermarkt ... Bloß nicht für uns :-(

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Beitrag #18 von Chris00 » 13 Dez 2006 08:44


Hi,

du, ich rall ernsthaft noch nicht, was du denn möchtest? Schwarze Windeln??? Oder schwarze Einlagen für uns Jungs?

Wie stellst DU denn fest, wann du wechseln musst? Und wenn du den Indikator nicht brauchst, warum ignorierst du ihn dann nicht einfach, sondern regst dich über das Teil auch noch auf?
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Beitrag #19 von Martin83 » 14 Dez 2006 20:57


Nässeindikator? Merkt man das als Inko nicht wenn man ne nasse Windel umhat?
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Beitrag #20 von Chris00 » 14 Dez 2006 21:28


Bei mir bleibt die Windel nie lange trocken, da ich keine Blase habe. Es läuft so durch. Bei mir ist also nicht die Frage, OB sondern WIE DOLL die Windel schon nass ist. Ich merke ja auch nicht, wann und wieviel rauskommt.
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