aktuelle Infos: operatives implantieren einer Kunstharnblase

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aktuelle Infos: operatives implantieren einer Kunstharnblase

Beitrag #1 von nightowl » 30 Apr 2019 02:42


Hallo Leute,

bin neu hier und bin mir nicht sicher ob mein Anliegen hier in der richtigen Kategorie ist.

Ich suche aktuelle Informationen über operatives implantieren einer Kunstharnblase.
Nein, ich meine damit nicht Neoblase (aus Dünndarm hergestellte Harnblase).
Diese Kunstharnblase ist/soll ein technisches Gerät sein.

Hier unten habe ich einen Artikel aus dem Jahr 2003 eingefügt; ich glaube diese zeigt was ich wirklich meine.

Danke für Eure hilfreiche Infos und Hinweise.

Hier der Artikel:

Zukunftspreis für Kunstharnblase

Der Nutzen für Millionen Menschen sowie die Anwendung neuer gut verträglicher Materialen und die Miniaturisierungstechnik waren ausschlaggebend, dass Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und der Präsident der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), Johann Wilhelm Arntz, die künstliche Harnblase für den Zukunftspreis 2002 des Deutschen Bundespräsidenten vorgeschlagen hat.

Technisch wurde das sensationelle Forschungsprojekt von Prof. Helmut Wassermann an der Fachhochschule München entwickelt und medizintopologisch von Prof. Dr. Dieter Jocham an der Medizinischen Universität Lübeck erprobt.
Die künstliche Harnblase hat die Form einer Kapsel. Sie besteht aus einer externen und zwei internen, das heißt implantierbaren Komponenten. Sobald die Kunstblase gefüllt ist, macht sie sich mit einem Vibrieren bemerkbar.
Dieses Teil befindet sich zusammen mit einem weiteren Baustein für die kontrollierte Entleerung außerhalb der Kapsel. Beide Teile sind jedoch vollständig unter der Haut eingesetzt. Der Patient steuert die Entleerung und das Aufladen der inneren Energiespeicher durch ein externes Gerät, das er auf seinen Unterbauch auflegt.

Ziel ist es, mit dieser Entwicklung allen Menschen zu helfen, die ihre Blase verloren haben. Wassermann gibt sich optimistisch: „Aufgrund unseres Konzeptes wird die Kunstharnblase bei jedem Patienten funktionieren.“

Die Fraunhofer Gesellschaft hält das Projekt für ein Paradebeispiel marktorientierter, interdisziplinärer Forschung und hat mit 75.000 Euro die weltweite Patentierung dieser Entwicklung übernommen. Wassermann rechnet damit, dass die künstliche Harnblase 2004 implantierbar ist. „Derzeit stehen wir vor den obligatorischen Tierversuchen und benötigen dazu dringend eine Förderung“, so Wassermann.

Autorin: Traute Schöllmann

QUELLE:
„Die neue Hochschule - für anwendungsbezogene Wissenschaft und Kunst“
Band 44 / Heft 1 / Feb. 2003, Seite 14
Herausgeber:
Hochschullehrerbund – Bundesvereinigung – e.V. (hlb), Godesberger Allee 64, 53175 Bonn, Internet: http://www.hlb.de
LINK:
https://hlb.de/fileadmin/hlb-global/dow ... 05-2-3.pdf
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