Ich weiß nicht mehr weiter...

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #1 von Steve93 » 28 Jun 2019 18:43


Hey Leute,

Ich fasse am besten mal kurz meine Lage zusammen und wollte euch nach eurer Meinung fragen, wie ich weiter vorgehen soll...

Alles fing gegen Ende 2018 an. Meine Mutter ist gestorben als ich 24 war. Das war allerdings nicht der Auslöser. Kurz vor meinem 25 Geburtstag wurde ich von einem Freund, von dem ich wusste, dass er schwul ist vergewaltigt. Zumindest denke ich das. Wir können uns beide nicht mehr wirklich an die Nacht erinnern, da wir beide viel Alkohol getrunken hatten. Ich weiss jedoch noch, dass er mir mehrfach einen zungenkuss aufgezwungen hatte (ich wusste in dem Moment garnicht wie ich reagieren sollte) und später hat er mich gefragt, ob ich einen blowjob geben will - was ich verneint habe. Am nächsten Morgen hat mein "Rektalorgan" geblutet und ich hatte Sperma auf dem Rücken. Wenn ich nicht genau wüsste, dass er durch den Alkohol ziemlich enthemmt war, hätte ich ihn angezeigt, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass er mich in der Nacht noch "vergewaltigt" hat. Die meisten Leser denken sich jetzt bestimmt Faaaaaake alles nur ausgedacht. Schön wärs. Ich wünschte mir wirklich es wäre so. Ich bin zurzeit auch in Therapie bei einer Therapeutin wegen Depressionen (Tod meiner Mutter 2018) und einer Angstörung...über den Vorfall habe ich mit ihr noch nicht gesprochen. Ich fühle mich einfach noch nicht bereit dazu. Hier kann ich es ja einigermaßen anonym tun...ich hatte nie Probleme mit Inkontinenz ich war glaube ich mit 3,5 Jahren bereits trocken. Jetzt - bzw seit letztem Jahr ist es so, dass ich min alle 2 Tage Nachts einnässe. Deswegen trage ich auch jede Nacht eine Molicare Maxi. Ich hab viele Inkontinenzhilfen durchprobiert, allerdings haben die Produkte mit "cotton feel" bei mir nie dichtgehalten. Weswegen ich bei der Molicare mit Folie geblieben bin. Meine Freundin Weiss als einzigste über den Vorfall bescheid und hat auch keine Probleme damit, dass ich Nachts auf "Windeln" angewiesen bin. Mir ist klar, dass das alles psychosomatisch bedingt ist.
Habe ich deswegen trotzdem eine Chance die Versorgung auf Rezept zu bekommen, auch wenn das mehr als einem Gang zu Canossa gleicht? Denn auf Dauer wird es zumindest für mich schon teuer und vor allem bei den warmen Temperaturen sollte man ja häufiger wechseln...schreibt mir "einfach" mal, wie ich am besten vorgehen sollte, denn ich weiss langsam nicht mehr weiter. Aus meiner Familie weiss es niemand und das ganze belastet mich doch schon ziemlich...

Lg, Steve
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #2 von Helmut » 29 Jun 2019 14:57


Hallo Steve,

erst mal herzlich willkommen bei uns hier im Forum. :sm13:

Um gleich auf deine Frage zu kommen, wahrscheinlich eher nicht.

Die Bedingungen wann die GKV's saugende Hilfsmittel bei Bettnässen zahlen, sind sehr beschränkt. Die zahlungspficht besteht im allgemeinen nur dann, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
  • gesicherte Diagnose "Bettnässen" (Enuresis nocturna) bzw. in Diagnosefindung mit wahrscheinlichem Ergibnis von Enuresis nocturna
  • einer der 3 Fallgruppen
    1. zur Teilnahme am Leben der Gesellschaft z.B. Einkaufen gehen ....
    2. Im Zusammenhang mit der Behandlung einer Krankheit z.B. nach einer Prostata-Entfernung, Bandscheibenvorfall, ... mit bestehender Inkontinenz
    3. Prävention bei schweren Funktionsstörungen z.B. zur Vorbeugung von Hauterkrankungen bei geistiger Behinderung, Demenz, ...
  • keine anderen Leistungsträger für die Kosten aufkommen z.B. Sozialamt, Berufsgenossenschaft

Fangen wir mal oben an, du hättest von deinem Arzt/Psychologen die Diagnose "Bettnässen" bekommen, dann müssten immer noch einer der drei weiteren Fallgruppen zutreffen. Bei beiden letzten Fallgruppen kommen bei die nicht infrage, somit würde nur noch die erste Fallgruppe bleiben, nämlich zur Teilnahme am gesellschaftlichem Leben. Da du ja Nachts in der Regel in deinem Bett in den eigenen vier Wänden schläfst, nimmst du ja nicht am Leben der Gesellschaft teil und somit würde die Fallgruppe auch wegfallen. Eine Ausnahme gibt es, wenn du z.B. aus beruflichen Gründen überwiegend außer Haus in Hotels Übernachten musst weil du z.B. Handelsvertreter, Manager ... bist, dann nimmst du sehr wohl am Leben der Gesellschaft teil. Die letzte Fallgruppe fällt bei dir wohl auch weg.

Also wenn du tagsüber keine Kontinenzprobleme hast und auch die erste Fallgruppe für dich nicht zutrifft, dann wirst du wohl deine Windeln weiterhin selber zahlen müssen.

Du könntest aber dann mit einer gesicherten Diagnose und Attest vom Psychologen deine Kosten beim Finanzamt, Sozialamt, Versorgungsamt usw. versuchen, geltend zu machen. Dann musst aber alle Rechnungen sammeln und hoffen dass die dir zumindest einen Teil erstatten.

Übrigens sieht es bei bettnässenden Kindern auch nicht anders aus wenn sie nicht am Leben der Gesellschaft teilnehmen (nur bei Schullandheim, Skilager .. besteht Leistungspflicht).

Steve93 hat geschrieben:Denn auf Dauer wird es zumindest für mich schon teuer und vor allem bei den warmen Temperaturen sollte man ja häufiger wechseln...

wieso häufiger wechseln ... du ziehst am Abend die frische Windel an und am Morgen kommt die nasse Windel runter, da musst in der Nacht nicht wechseln. Und wenn die Windel am Morgen noch trocken ist, kannst du diese ja für die nächste Nacht verwenden.


Selbst wenn deine Krankenkasse dir die Windeln zahlen würde, dann kannst du dir diese auch nicht so ohne weiteres aussuchen, da bist auf das angewiesen was dessen Leistungsbringer im Sortiment haben.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #3 von Steve93 » 30 Jun 2019 00:03


Hey, erstmal danke für deine Antwort.
Wobei ich doch etwas geschockt bin...
Das gleicht ja gewissermaßen "nichts sehen, nichts hören, nichts mitbekommen"
Ich bin vorhin eingeschlafen und zum Resultat muss ich denke ich nichts weiter sagen.
Natürlich war ich "geschützt", aber anscheinend ist es der KK ja egal, ob ich jede Nacht in einem nassem Bett aufwache... Ob das so förderlich für die. Psyche ist bezweifle ich mal "stark" aber"gut". Dann bleibt mir ja praktisch nichts anderes übrig, als diese weiterhin selbst zu zahlen...ich glaube wenn diejenigen vom gleichen Problem betroffen wären würde dies anders gehandhabt werden...dann muss ich mich wohl damit abfinden diese weiterhin selbst zu kaufen. Denn ein Seelenstriptease hinzulegen, der eh nichts bringt finde ich dann doch schon ziemlich beschämend...
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #4 von jan1967 » 30 Jun 2019 23:45


Auch ich bin Bettnässer, bei mir weiss jedoch mein Hausarzt bescheid und ich bekomme die Windeln auf Rezept aussuchen welche Du haben möchtest ist nicht so einfach ich benutze wie du Molicare und muss zuzahlen frag mich jetzt bitte nicht wieviel kann ich morgen schreiben da ich mir morgen ein neues Quartalrezept hole
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #5 von Steve93 » 03 Jul 2019 14:00


Hey Jan, musstest du dann auch alle Untersuchungen über dich ergehen lassen? Ich mein es fing paar Tage nach dem
"Vorfall" an, davor hatte ich nie Probleme damit. Dem Täter ist das ganze auch recht peinlich er hatte einen Filmriss und ich meinte nur noch, du willst garnicht wissen, was du angestellt hast - ich war mit der ganzen Situation einfach total überfordert - ich mein ist ja nicht normal das sich, ach ich will da garnicht drüber schreiben. Seitdem ist das Verhältnis zwischen uns aufjedenfall nicht mehr das gleiche, ist ja auch verständlich, denn ich weiss ja in etwa was alles vorgefallen ist und ich hab nichtmal alles erwähnt, aber das werde ich auch nicht tun, am Ende heisst noch, ja da will nur jemand Aufmerksamkeit. Dem ist nicht so. Ich wünschte der Tag/ die Nacht wäre nie passiert, weil sowas sollte echt niemand erleben. Vorallem, wenn dann immer mal wieder "Fetzen" in Träumen hochkommen. Ich glaub ich hab genug geschrieben. Hab gleich Feierabend für Heute und dann leg ich mich erstmal hin und schlaf ne runde. Das Ding ist. Tagsüber hab ich ne "hammer" Blase kann 2 Liter Trinken und muss erst Stunden später. Ok, vllt schwitz ich auch viel aus, aber sobald ich schlafe geht die Kontrolle gegen 0 und das macht mir echt angst. Ich mein wie oben erwähnt, meine Freundin weiss davon und sie meint auch ich soll ihn anzeigen, aber ich weiss nicht, vllt bin ich einfach zu sehr ein Gutmensch. Keine Ahnung. Aber wenn ich nen Freund hätte der 25 ist und Nachts noch windeln trägt, fände ich das auch nicht so geil, auch wenn sie sagt, dass es ihr nichts ausmacht und das ich mich deswegen nicht entschuldigen brauch etc usw usf..

Genug für Heute...

Lg.
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #6 von jan1967 » 05 Jul 2019 12:35


ich würde Ihn auf jeden Fall anzeigen bzw wende dich an die Opferschutzhilfe da kannst Du offen reden und bekommst Ratschläge wie Du Dich verhalten sollst bzw werden Maßnahmen diesbezüglich mit Dir besprochen. Dein Bettnässen anzusprechen, ist doch schonmal super das Deine Freundin es weiß und damit vernünftig umgeht anderen musst Du es ja nicht erzählen meine Partnerin weiß logischerweise auch von meinen Bettnässen, reden tun wir nicht viel darüber wenn die Schlafhose (so nennen wir die Windel) nass ist dann ist es so. Auch das ich darauf angewiesen bin ist eben so und auch damit hat sie keine Probleme. Ich verstehe Deine momentane Verzweiflung doch Du kannst was dagegen tun indem Du das geschehene professionell aufarbeitest und mit ein bisschen Glück bekommst Du das Bettnässen wieder los. Wenn nicht glaub mir es gibt schlimmeres
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #7 von matis » 06 Jul 2019 07:17


Anzeigen würde ich ihn vermutlich auch nicht, gerade wenn man selbst nicht wirklich weiß, was passiert ist und weil wohl beide besoffen waren?!? Ich rate weder zu noch ab.
Es sollte aber auf jeden Fall eine Warnung für Dich und für jeden Leser sein, wie Alkohol bei Übertreibung gleichermaßen psychogen wie betäubend ähnlich zu KO-Tropfen wirkt.
Ohne Frage, hätte er auch gegen Deinen Willen Dir den Alk eingeflößt oder was untergemischt, dann doch nochmal über anzeigen nachdenken.

In jedem Fall gehört das mit in die Psychotherapie!

Und Windelslips: Verstehe ich voll und ganz. Lieber eine nasse Windel als ein nasses Bett.
Und lieber was Ortsfestes, nicht am Körper rutschendes, im Bett ggf. gut rutschendes - nicht haftendes, gut saugfähiges Hilfsmittel.
Die Matratze komplett mit Gummi zuzukleistern, schafft ein sehr mieses Klima. Ohne massiven Matratzenschutz muss der Inkoslip jedoch sehr viel leisten können, will man die Matratze nicht ruinieren.

Aber: Es gibt nur wenig Inkontinente, die nicht aufzahlen, zus. zur Zuzahlung. Die meisten legen nochmal 20-95% drauf. Bei 2-3 Pants oder 3-6 Slips pro Tag bzw. pro 24h kommt da immer mehr Auf+Zuzahlung zusammen, als beim Bettnässer in voller Eigenleistung mit 1/Tag bzw. 30 Stück im Monat.
Das ist nur knapp mehr als eine Packung Tena Slip Maxi M.
Warum schreibe ich das statt Molicare? Weil Tena Slip Maxi M ähnlich gut ist und ne 24er Packung bei Inkodirekt gerade nur 16€ kostet.
Nur etwas schlechter, aber bei mehr Händlern günstig, sowie mittig mit Folie ist die Variante „Original Maxi“.

Eine Nacht später nochmal den getragenen Inkoslip anziehen würde ich nicht, aus hygienischen Gründen, Schweiß, Keime, Creme, auch wenn das bestimmt noch vertretbar wäre.
Nachts Windel wechseln? Ist bei der Stärke des Hilfsmittel nur selten nötig, aber kann so 2x/Monat vorkommen.
Aber auch bei 1/Tag, 30/Monat und zwei Nächten mit Wechsel, wären es nur 1.5 Packungen / Monat.
20-30€
Wie geschrieben, viele mittlere-schwerste Inkontinente legen 30-100€, manche sogar noch mehr drauf, obwohl sie Kk-Versorgung haben.
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Re: Ich weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #8 von Regenmacher » 07 Jul 2019 15:07


Meine Krankenkasse bezahlt etwa 150 Euro pro Monat für meine Windeln. Allerdings benutze ich die auch rund um die Uhr. In der Nacht brauche ich nur eine Windel, selten mal eine zweite. Ich würde bei meinem Modell auf etwa 40 Euro pro Monat kommen, müsste ich meine Nachtwindeln selbst bezahlen.

Ich hab einige Jahre meine Windeln selbst bezahlt, nachdem ich umgezogen war, neue Ärzte hatte und die Krankenkassen die neuen Regeln eingeführt hatten. Auch mir war der Gang zum neuen Urologen lästig. Aber irgendwann hab ivh es dann gemacht, positive Erfahrungen gemacht und heute ist der Gang in die Urologische Ambulanz ganz ok. Man sieht sich, man kennt sich und der Umstand, dass mich dort Leute schon mit nacktem Unterkörper gesehen haben, ist auch ok. Das Personal hat eine wirklich nette Art, es nicht peinlich sein zu lassen.

Auch meine Angst vor Zystoskopie und ähnlichem war im Nachhinein völlig unbegründet. Wenn mir heute ein Arzt sagen würde, dass eine Zystoskopie oder Urometrie ansteht, würde ich das ohne negative Gedanken machen lassen.

Der erste Schritt mag der schlimmste sein, nämlich dem Arzt des Vertrauens diese Sache zu sagen. Wir haben nun mal gelernt, dass Einnässen bzw. Windeln "bäh" sind. Aber Windeln sind eben nur Windeln, also eine andere Form von Unterwäsche und gar nicht schlimm, oft sogar praktisch. Klar, oft findet man in solchen Foren auch Leute, die alles dafür geben würden, nicht mehr auf Windeln angewiesen zu sein und sie unpraktisch finden, aber so sind Meinungen eben. Ich bin oft mit Leuten unterwegs und erlebe eben, wie oft sie eine Toilette suchen müssen. Ich hab da meinen Reichweitenverlängerer und so bleiben mir viele Notlagen erspart.

Du bist grad in den Mittzwanzigern und diese Zeit ist allgemein nicht leicht. Dein Gehirn bildet nun ein Zentrum aus, dass dich über die Konsequenzen deines Handelns vorher nachdenken lässt. Da bekommt man leicht mal Probleme. Dann noch ein Schicksalsschlag und eine vermutete Vergewaltigung und das Chaos scheint perfekt zu sein. Aber das war hier nicht deine Frage. Es ging nur um ein Windelrezept. Meine Meinung: hab keine Angst und sprich deine Ärzte drauf an. FürÄrzte ist das normal und kein Problem. Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, steht im Raum. Aber das ist fast wie Lotto spielen. Ich bekomme meine Windeln (Tena Slip Active Fit Maxi und BetterDry) voll erstattet und zahle nur 10 Euro im Monat zu. andere bekommen unzureichende Produkte und müssen noch weit mehr als die Zuzahlung drauflegen. Vielleicht bezahlt die Krankenkasse ja doch etwas. Aber meiner persönlichen Meinung nach sind 40 Euro pro Monat für eine Nachtversorgung auch nicht wirklich unmöglich zu bezahlen...

Ich wünsche dir, dass du wieder Halt im Leben finden wirst.
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Re: Perspektivenvergrösserung

Beitrag #9 von adrian82 » 05 Aug 2019 11:01


Guten Morgen Steve93

Nach langer Zeit schaue ich wieder hier vorbei, und habe Deinen Bericht gelesen. Du schreibst aber gar nicht, was Du nun hinischtlich INKO konkret hast, nur dass Du jetzt Windeln bräuchtest, und psychische Probleme hast.

So ist es schwierig einen Rat zu geben - wenn ich es denn könnte. Aber sonst würde ich nicht schreiben. Du beschleunigst von null auf hundert, zuerst gar nichts, dann ein drohendes finanzielles Unglück. Gleichzeitig bist Du zurückhaltend und willst keine Anklage gegen Deinen Freund erheben.

Hier liegt vielleicht die Lösung: das Problem auf sich sitzen lassen. Wie geht es Dir nun seit dem ersten Bericht? die somatischen und psychischen Symptome ergänzen sich häufig. Wenn Du das eine befragst, gibt das andere Antwort. Du bist depressiv wegen dem Tod Deiner Mutter, habe ich das richtig verstanden? Ist etwa das neue Inkontinenzproblem ein somatisches Ventil, um die Sorgen zu verbalisieren (formulieren), was bei einem Psychotherapeuten nur schwerlich gelingt?

Die Bezahlungsfrage ist wohl nebensächlich. Wenn Du mit Deinem schwulen Freund wieder klar kommst, und den Tod der Mutter angemessen beweinen kannst, wirst Du innerlich freier und kannst auch die Inkofrage aus einem grösseren Winkel anschauen. Vielleicht verschwindet sie auch wieder wie sie gekommen war.
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