wahl 2005

Hier könnt ihr alles loswerden, das nichts mit Inkontinenz zu tun hat!

Moderatoren: Helmut, Benjamin, Marco N., Georges

wahl 2005

Beitrag #1 von papa0861 » 18 Sep 2005 23:24


hallo leute,

ich wäre mal an euren meinungen zur heutigen wahl interressiert.

wie denkt ihr über das ergebnis?

welche hoffnungen hattet ihr und was habt ihr an diese hoffnungen geknüpft?

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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papa0861
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Beitrag #2 von danny » 19 Sep 2005 07:22


Was soll man zu diesem Wahlergebnis sagen? Dazu kann bisher keiner was sagen, da eben keiner absehen kann, welche Regierung dabei rauskommt.
Hoffnungen? Keine Ahnung. Die Wirtschaft macht die Politik. Wünschenswert fände ich, das der Standort Deutschland attraktiver wird. Das ist für mich die derzeitige Aufgabe der Politik.
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danny
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Beitrag #3 von eckhard11 » 19 Sep 2005 15:46


Na,

da haben wir ( das Volk ) jetzt ein richtiges Problem.....

Egal, welche Koalitionen sich bilden werden, für unsere Wirtschaft wird es
einen erheblichen Dämpfer geben.

Ich, als “rote Socke”, hatte ja noch immer auf Schröder gehofft.
Nun gut, es hat nicht sollen sein, aber der momentane Zustand ist äusserst
unbefriedigend.

Letztlich : Wer soll denn mit wem koalieren ?

Die schlechteste Lösung für uns wäre eine Minderheitregierung mit Schröder als Kanzler.
Dies würde nicht nur Stillstand, sondern Rückschritt bedeuten, da kein einziges Gesetz
mehr weder durch den Bundestag noch durch den Bundesrat ginge

Die zweitschlechteste Lösung wäre eine große Koalition mit Angie Merkel als Kanzlerin.
Aber da steht Gerhard Schröder vor, der ja unbedingt Kanzler bleiben will.
( Ich hatte gestern abend den Eindruck, Schröder war bei seinen Ansprachen
sowohl in der Parteizentrale als auch in der “Elefantenrunde” nicht ganz allein, hi, hi. )

Eine “Ampel” ( SPD, Grüne und F.D.P. ) hat der tatsächliche Wahlgewinner Guido
Schwesterwelle ganz eindeutig und klar verneint.
( Allerdings ist die Pünktchenpartei in der Vergangenheit schon mehrfach umgefallen )

Eine “Schwampel” mit CDU/CSU, F.D.P. und Grünen ??
Die einen wollen die Kernkraftwerke abschalten,
die anderen wollen sie noch 60 Jahre laufenlassen.....
Und was will Fischer machen ? Aussenminister geht nicht mit der F.D.P.
Diese Partei meint nämlich, sie hätte aufgrund ihrer Historie ein Anrecht
auf diesen Posten.

Dieses Problem hat Fischer natürlich auch bei einer “Ampel”.

Man kann es drehen und wenden, wie man will:
Fischer ist - als Aussenminister - auf jeden Fall weg vom Fenster....

Ich vermisse auch - obwohl der Wähler entschieden hat - eine vernünftige Einbeziehung
der “Linken” in die Koalitionsgespräche.
Nicht alles, was diese Partei ( und Oskar ) vertritt, ist schlecht.
Und nur den Beleidigten zu spielen, wie es Schröder und Konsorten momentan tun,
ist sicherlich keine Lösung.
Warum koaliert der Brioni-Träger und Cohiba-Raucher nicht mit den Linken
und lässt sie in Ostdeutschland an der "langen Leine" ihre Ideen versuchen, durchzusetzen?
Nur wegen Oskar nicht ????
Ein Grossteil der Ossis und eine Menge Wessis haben dies doch wohl gewollt,
wie das Wahlergebnis eindeutig aussagt.

Ich erinnere nur an die damaligen Grünen/Bündnis 90, die anfangs komplett aus jeder Verantwortung
herausgehalten und von den beiden grossen Parteien absolut und total geschnitten wurden.

Und heute ??????

Man kann einen Fehler machen, jedoch sollte man denselben Fehler doch nicht zweimal begehen.

Aber wie heisst es so schön :
Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.


Ich leg mich jetzt wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #4 von papa0861 » 19 Sep 2005 23:38


eckhard11 hat geschrieben:
Ich vermisse auch - obwohl der Wähler entschieden hat - eine vernünftige Einbeziehung
der “Linken” in die Koalitionsgespräche.



hallo ecki,

auch ich als ewig gestrige rote socke schüttel nur den kopf. daß man mit den linken nicht reden will, ist ja klar und meiner meinung nach auch gut so. in einer koalition hätte die linke weit weniger einfluß als in einer starken opposition. das hat gregor auch ganz klar gesagt.

mit der spd zusammenzugehen scheint nur in meck-pom zu klappen.

und bestimmt auch nur, weil die linke ziemlich druck ausübt.
ich weiß nicht, ob ich das jetzt so richtig rüberbringe. die spd ansich ist nur eine watteballpartei. sie versteckt sich hinter dem anglitz der volksnähe und gehört zu denen, die es sich weder mit den oberen, noch mit den unteren anlegen will. schröder ist der typische radfahrer. nach oben das kreuz krummmachen und nach unten treten.

und wenn man sich mal echt mit der rolle der spd in der geschichte beschäftigt, kann man nur zu dem ergebnis kommen, daß die spd das volk (oder zu sehr frühen zeiten auch proletariat oder arbeiterklasse genannt; also uns) aufs erbährmlichte verraten hat. (weimaer republik)

die spd ist nur das kuschelweichabbild der cdu. man gibt sich mit der politik sozial und zieht den kleinsten die schuhe aus, während die socken der reichen immer dicker werden. sie nennen sich genossen und haben nur das kapital im auge.

ich habe starke bedenken, daß diese wahl zu einer regierungsbildung führt. die einen wollen nicht miteinander, die anderen können nicht miteinanander. ich rechne mit einer wahlwiederholung.
oder es kommt doch zu schwarz-rot und dann bleibt eh alles beim alten.

lg
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Senf dazu

Beitrag #5 von True » 20 Sep 2005 06:48


Moin auch!

Dann möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben :-).

Ein Rückblick:
16 Jahre Kohl und niemand hat Ihn gewählt (jednfals gibt es nie einer zu).
7 Jahre Schröder, der ansich keine Chance hat da die Mehrheit im Bundesrat die CDU hat

Das eigentliche Problem ist die Blockapolitik der Parteien. Erst unter Kohl hatte die SPD die Mehrheit im Bundesrat und Blockierte zum Schluß wo es nur ging, nur hat sich das gewdnet und die CDU Blockiert...

Im Prinzip haben wir doch schon mindestens 15 Jahre eine Art große Koalition, das ist der eigentliche Grund warum sich nicht bewegt.

Solange wie der nicht nachdenkende Wähler sich von den Medien wie Bildzeitung beeinflussen läßt wird sich auch nichts ändern. Denn wie kann es sonst sein das ein Kofferträger wie Koch in Hessen wieder gewählt wird obwohl eigentlich jeder weiß wieviel dreck der an Stecken hat. Oder erinnert Euch mal an König Strauß aus Bayern.... Oder eben den Oberlügner Kohl....

Ich vertrete die Ansicht, das jeder normal denkende Arbeiter und Angestellte aus folgenden Gründen nur die SAP wählen kann:

Ein paar CDU-Ankündigungen waren:
- Kein Kündigungschutz ab 55 Jahren
- Aufweichen des Kündigungsschutzes
- Schwächung der Gewerkschaften
- Streichung/Kürzung der Pendlerpauschalen
- AUSWEITUNG der 1 EUR-JOBS auf die FREIE WIRTSCHAFT
- Warum wohl hat die CDU die Kürzungs-Liste des Kurz-Politikers nicht bekannt gegeben?
- Kopfpauschale Krankenversicherung

Interessant sind meines Erachtens folgende Statistiken:
- In Städten kam die CDU seltens über 30%
- Jungwähler wählten zu über 40% SPD
- Rentner zu über 40% CDU
- Im z.B. Hamburger Umland wurde eher CDU gewählt

Mein Fazit: Leute die den Hals nicht voll genug bekommen können wählen CDU, die ganz gieriegen wählen FDP (wer anderer Meinung ist sollte das Programm dieser Partei mal lesen)

Die Zukunft: Strategisch wäre es jetzt richtig die Linke politische anzuerkennen denn es handelt sich hierbei ja nícht um eine Partei die gegen den Staat ist wie z.B. NPD oder früher die DKP. Wäre ich nicht nur ein kleiner "Furz" im Ortsverein würde ich versuchen eine Art abkommen zu bilden wie es auch CDU/CSU wohl haben. Im Osten tritt die SPD nicht mehr an, im Westen die Linke, bei der Bundestagswahl dann beide zusammen. So "klauen" Sie sich nicht gegenseitig die Stimmen.

Wie es jetzt aber momentan Bundespolitische weitergehen kann, das kann ich mir auch nicht vorstellen. Eigentlich ist die Regierung so nicht Handlungsfähig. Aber das war ja schlußendlich auch der Grund für die Neuwahlen.

True
Mit freundlichem Gruß

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Beitrag #6 von danny » 20 Sep 2005 07:57


Schaut euch mal in den CDU-Hochburgen um! Die CDU ist mächtig eingebrochen. Es gibt Wahlkreise, da hatte die CDU mal weit über 60%. Mein Dorf mit eingeschlossen. Die CDU hat noch die Mehrheit - aber sie hat mächtig an Stimmen verloren.

ABER, der Hintergrund ist meiner Meinung nach nicht die Politik der CDU, sondern eine Personalfrage - die Leute wollten die Merkel noch weniger als Schröder.

Was mich überrascht hat, ist, das mein Großvater, der jahrelang CDU gewählt hat, sie nicht gewählt hat. Der Grund ist aber nicht die Merkel, sondern das er ein wenig was von Politik versteht und entsetzt war über das Unwissen des "Kompetenzteams".


Irgendwie bin ich gefrustet. Ja, ich war wählen, aber wirklich hinter meiner Wahl steh ich nicht. Es war das kleinere Übel.
Was soll die Politik ändern? Wie soll sie es ändern, wenn das Geld dazu nicht da ist? Woher soll das Geld kommen? :roll:
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Beitrag #7 von Matti » 20 Sep 2005 10:51


Hallo,

also ich bin schon einmal Heilfroh das es für Schwarz/Gelb nicht gereicht hat. Ich rechne mich eher der "Arbeiterklasse" zu und muss demnach meine Interessen bei einer Wahl berücksichtigen. Wer hätte wohl vor der Wahl damit gerechnet das die CDU nur 0.9% stätker als die SPD ist.

-Abschaffung Kündigungsschutz
-Mehrwertsteuererhöhung
-Die Gefahr das Deutschland aktiv an Kriegen ( Kampfhandlungen ) teilnimmt
-Willkür in Betrieben mit der Herstellung von "Bündnissen für Arbeit" ( dies bedeutet doch nichts anderes als das man die Mitarbeiter noch leichter Erpressen kann in dennen man ihnen die Pistole nach dem Motto "Friss oder Stirb" auf die Brust setzten kann.
- Senkung des Spitzensteuersatzes
- Einführung einer Kopfpauschale ( statt sich Gedanken darüber zu machen wie man alle am Gesundheitssystem beteiligen kann )
- Ein Diffuses hin und her mit Herrn Kirchhof


Man sollte auch nicht Vergessen das sowohl die Gesundheitsreform als auch Hartz 4 sozusagen in einer großen Koalition beschlossen worden sind. Die CDU hat dem zugestimmt und wollte viele Dinge noch wesentlich extremer gestalten.

Die SPD hat ihre Reformen Handwerklich schlecht gemacht und vor allem haben sie Vergessen zu Differenzieren.
Allerdings hatten sie im Gegensatz zu 16 Jahre Kohl den Mut ( und haben dafür ja ordentlich auf die Fresse bekommen ) Reformen anzugehen.

Ich denke 4 Jahre gro0e Koalition wären im Moment nicht das schlechteste. Bundesratsmehrheiten werden eh nicht bis zum ende der Legislaturperiode anhalten. Hier wird sich wieder viel mehr in Richtung SPD verschieben, dies war fast immer so.

Schwarz/Gelb/Grün oder "Jamaica-Koalition" wird es wohlnicht geben. Dazu müssten sich wohl einige Damen und Herren gewaltig verbiegen.

Ich würde am liebsten eine SPD/FDP Regierung sehen. Dies ist aber alleine wegen der nicht Vorhandenen Mehrheit nicht möglich.

Gruß

Matti
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Beitrag #8 von eckhard11 » 20 Sep 2005 13:11


Ich war immer wieder erstaunt darüber, dass die SPD im Wahlkampf nicht mehr auf die Globalisierung und deren Folgen hingewiesen hat.
Hier hat ein erheblicher Teil der Arbeitslosenzahl seinen Ursprung.

In die - bisherige - Regierungszeit Schröders resp. der SPD/Grünen fielen die Globalisierung und - nicht zu vergessen - der 11. September 2001 mit all seinen Folgen.

Von den enormen Kosten für Ostdeutschland will ich gar nicht reden.

Mit solchen Beschwernissen muss eine Regierung und das Land erst einmal fertig werden.

Hinzu kommt die enorme Gier, welche sich in unserem Lande breitgemacht hat.

Es fing an mit der Währungsumstellung.
Sehr viele Betriebe haben einfach eins zu eins umgerechnet oder dies innerhalb der letzten 4 Jahre nachgeholt. ( Wie sonst ist es möglich, dass ein Brötchen, welches in 2001 noch 40 Pfennig kostete, heuer 45 Cent kostet ?? )

Danach kam die Gier der Banken, der Versicherungen und der Wirtschaft während des “neuen Marktes”. Keiner von denen konnte das Maul voll genug bekommen.
Als die Blase platzte, waren Schäden in Billionenhöhe zu verzeichnen, wobei sich aber alle Beteiligten
- hierbei sind besonders die Privatbanken und Versicherungen zu erwähnen - die erlittenen Verluste über unverschämte Preisaufschläge wieder hereinholten.

Letzten Endes sind wir, die kleinen Steuerzahler, die Verlierer des “neuen Marktes”.
Die Preise sind zu hoch, dadurch wird die Kaufkraft geschwächt oder die Leute kaufen weniger.
Es kommt ergo nicht genügend Geld in den Umlauf. Da beisst sich die Katze in den Schwanz....

Das ganze Gejaule über “zu hohe Lohnzusatzkosten” ( früher nannte man das Lohnnebenkosten ) ist auch eine Folge dieser Verluste, welche die Wirtschaft am neuen Markt machte.

Damit wollen diese Grosskopfeten übertünchen, warum sie im - billigen - Ausland Produktionstätten ( und auch noch mit Subventionen !! ) errichten und hier Arbeitsplätze abbauen.
Das nennt man heute vornehm: "Arbeitskräfte freistellen". Eine Unverfrohrenheit !!

Dies kommt durch die abstruse Gier der Aktionäre nach höheren Dividenden und der verantwortlichen Manager nach höheren Entlohnungen ( die ja nach der Dividendenhöhe bzw. des Eigenkapitalanteiles der jeweiligen Firma gestaffelt ist ) !!

Niemand kann mir erzählen, dass die Arbeitsstunden in Deutschland zu teuer wären.
Teuer sind nur die anderen Kosten, welche auf die Lohnkosten aufgeschlagen werden.
Die Kosten der Paläste, der Armada von Luxuswagen, der Flugzeuge und sonstiger “unverzichtbarer” Kleinigkeiten, welche das Leben angenehmer machen.

Ein Mitarbeiter bei mir erhält pro Stunde einen Lohn von 15,00 Euronen.
Mein Anteil an Rente, Krankenkasse, Pflege und Arbeitslosenversicherung beträgt 3,165 Euronen pro Stunde.
Mithin kostet mich der Mitarbeiter 18,165 Euronen die Stunde. Inklusive aller “Lohnzusatzkosten”.
Und wenn ich jetzt noch sein Urlaubs-und Weihnachtsgeld draufrechne, komme ich auf 19,679 Euronen.

Alles andere ist Unsinn, denn :
Alle darüber liegenden Kosten sind “Firmenkosten” und "Gewinnmaximierung" und variieren, je nachdem, wie hoch meine weiteren Kosten ( Mieten, Energie, Sekretärin, Firmenwagen, Versicherungen etc. ) sowie meine persönlichen Bedürfnisse ausfallen.

Wenn ich einen Ferrari anstatt einen Ford fahre, dann kostet der Ferrari ganz einfach mehr.
Und diese Mehrkosten kann ich nur über höhere Preise reinholen.

Wenn ich dann jammere, mir bliebe nicht genügend übrig, dann wird nicht etwa der Ferrari abgeschafft, nein, ich verlege meinen Sitz ins Ausland und cancel hier die Arbeitsplätze.
Möglichst auch noch mit Subventionen vom Staat, also von den Steuerzahlern.

Die sind ja so blöd, dass sie auch noch den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes über Steuern mitfinanzieren.

Oder ich mache pleite und falle auf diese Wiese der Allgemeinheit zur Last.

So einfach ist das.

Die Gier. Die Gier hier in Deutschland macht uns kaputt.


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Beitrag #9 von Matti » 21 Sep 2005 19:01


Hallo,

es wird ja sehr viel Diskutiert über Sinn und Unsinn , ob die CDU und die CSU nun getrennte Parteien seien oder nicht und ob daraus ein Anspruch der SPD als stärkste Partei besteht.
Hier gibt die CDU/CSU mit heutigen Tage ein klare Antwort auf ihrer eigenen Homepage:

Es handelt sich um zwei selbständige Parteien die lediglich eine Fraktionsgemeinschaft bilden!

Die gemeinsame Fraktion besteht aus der Gruppe der Abgeordneten der CDU und der Gruppe der Abgeordneten der CSU. Dabei wird an dem Grundsatz festgehalten, dass es sich bei jeder Gruppe um die Abgeordneten einer jeweils selbständigen Partei handelt.


Nachzulesen:

http://www.cdu.de/doc/pdf/05_09_20_Fraktionsvertrag.pdf

Also ist die SPD die stärkste Partei ( der Kanzler würde sagen "Basta" )

Matti
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Beitrag #10 von mehlbox2001 » 28 Sep 2005 02:52


Hallo zusammen,

ich fühl mich ein bisschen an die Zeiten von Heiner Geißler erinnert, als er Bundeskanzler Schmidt "soziale Kälte" vorwarf, das war in den Siebzigern ... Der Kohl versprach später die geistig-moralische Wende, bevor er dann Spenden nahm und seine eigenen Gesetze genauso wenig ernst nahm wie Moral und Anstand. Herr Blüm versprach, dass die Renten sicher sind, Herr Schröder wollte sich daran messen lassen, dass die Arbeitslosen weniger werden ... undsoweiter undsofort ...

Mal kucken, was nun rauskommt. Für mein WUNSCHKABINETT als Allparteien-Koalition nach Schweizer Vorbild hab ich nur ein paar feste Kandidaten:

- Bundeskanzler Westerwelle (die FDP hat noch nie den Kanzler gestellt), damit die Wirtschaft läuft und der liberale Anti-Beckstein-Geist weiterregiert,

-Vizekanzlerin und Hennenbefreierin Renate Künast (die als einzige ihre Wahlversprechen gehalten hat, aber sie hatte auch ein "nettes" Ministerium),

-Gesundheitsminister Horst Seehofer (der nach schwerer Krankheit anders über die Gesundheitsreformen denkt),

-Justizminister Ole von Beust (imponierend, sich als CDU-Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg vom Pappa outen zu lassen)

- Außenministerin Hertha Däubler-Gmelin (weil sie als einzige dem dummen Bush richtig die Stirn geboten hat),

- Gregor Gysi als Gute-Laune-Minister (das Amt müssen wir schon im Sinne des DAX dringend einführen!).


Das GRUSELKABINETT hingegen wäre:

- Bundeskanzler Edmund Stoiber (in Bayern ist sein Radius wenigstens begrenzt),

- Birgit Homburger als Atom-Vizekanzlerin für Umwelt (Mein Gott, Mädel, haste dir verändert, kenn dich noch von den Julis),

- Otto Schilli als Innenminister (so'ne schillernde Figur wurde vom Grünen zum Intimfreund von CSU-Beckstein)

- Angela Merkel als Bildungsministerin (ab Klassenstufe 7 durchschauen die Schüler ihre Mimik),

- Oswald Mezger als Arbeitsminister (obwohl, die lebende Jamaika-Koalition hat schon was *g*)

- Lothar Biskin als Wirtschaftsminister (obwohl, künstliche Bratfette sind in vielen Wirtschaften beliebt) ...

Als Tipp für absoluten Wahl-Kult bliebt mir nur noch der Hinweis auf die ewig junge Helga Zepp-laRouche von http://www.bueso.de , seit den Siebzigerjahren als damailge EAP-Chefin bekannt. Unermüdlich tritt sie mit dem ernstgemeinten Wahlslogan "Wir haben das Patentrezept" an! Nee, Helgachen, wie so viele Leute schmunzel ich immer ganz doll und freu mich, dass es sowas gibt, aber mein Kreuzchen haste niemals gekriegt ...

Ganz doll gespant grüß ich die andern WählerInnen

Andreas
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